Zur Wahrung der Identität durch Sprache – Punkt 1 des Programms der Partei DIE RECHTE

von Oliver Kulik, Berlin und Bingen am Rhein

 Punkt 1 des Programms der Partei DIE RECHTE enthält einen ganz wesentlichen Punkt für unsere Arbeit: Die Wahrung der Identität. Stichwortartig gleich ganz oben wird der/dem Interessenten/in vermittelt, was im Einzelnen genau wir als politische Partei darunter verstehen:

 – Eine Akademie zum Schutz der deutschen Sprache

– ein Werbeverbot in ausländischen Sprachen

– Volksabstimmungen bei Rechtschreibreformen

– Förderung von Vereinen, die die Deutsche Kultur vermitteln, erhalten oder fördern etc.

 Nun, wie sehr beispielsweise die Franzosen an ihrer Sprache festhalten, haben sie sich spätestens mit dem bereits im Jahre 1994 eingeführten Gesetz zum Schutz der französischen Sprache („Loi Toubon“) auf die Fahne geschrieben.

Darin wird u. a. verlangt, dass in der Bezeichnung, dem Angebot und der Aufmachung von Gütern, Produkten oder Dienstleistungen sowie in den Aufschriften, Mitteilungen, die der Unterrichtung der Öffentlichkeit dienen, die französische Sprache zu benutzen ist und so weiter und so fort. Verstöße dagegen werden als Ordnungswidrigkeit mit Geldstrafe belegt.

 Im deutsprachigen Raum, in dem damals noch Latein geschrieben wurde, gab es, was es die Auseinandersetzung mit unserer Sprache anbelangte, großartige Vordenker: So beschäftigte sich bereits im 9. Jahrhundert (unserer Zeitrechnung) – soweit ersichtlich erstmals – der Bedediktiner-Mönch Otfrid von Weißenburg mit dem Zustand der deutschen Sprache überhaupt. Über Jahrhunderte hinweg haben sich dann stets die Klügsten ihrer Epoche mit der deutschen Sprache auseinandergesetzt. Großartige Namen wie Konrad Duden, Justus Schottel, Johann Christoph Gottsched, Paul Fleming und all die Vielen, die ich hier vergessen habe.

 Sprache zur Wahrung der Identität unseres Volkes war und ist also schon immer ein großartiges Thema. Sie ist das Ergebnis einer langen Entwicklung und sie muss und wird sich weiter verändern.

 Der Veränderung unserer Muttersprache („Denglisch“) muss allerdings entgegengesteuert werden, wenn sie sich zum Einen als Nachgeburt einer liberal-kapitalistischen Globalisierung („Service-Point“, „Back-Shop“, „Coffee TOGO…) und zum Anderen als ganz eindeutige psyiatrisch auffällige Folge einer traumatisierten, sich selbst schämenden deutschen Nation darstellt.

Ich schließe mit den Worten von Jacob Grimm aus seiner Vorrede zur deutschen Grammatik:

Unsere heutige schreibung liegt im argen, darüber wird niemand, der mein buch liest, lange zweifelhaft bleiben“.

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