Die vorerst letzte (Fußball-) Schlacht

Mit dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft endete für „unsere Jungs“ gestern der Traum vom großen Titel im Halbfinale.

Zu den vier besten Mannschaften Europas zu zählen, ist wahrlich ein großer Erfolg, auch wenn Medien, Bevölkerung und Verantwortliche natürlich mehr erwartet haben.

Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Mannschaften kristallisierte sich gestern beim Zusehen allerdings schnell heraus.

Eine Nationalmannschaft vertritt, wie der Name schon sagt, die eigene Nation auf sportlicher Ebene. Dieses „Wir-Gefühl“ motiviert zu Höchstleistungen und einem euphorischen Stolz, wie der Fall Italien gestern demonstrierte.

Man vergleiche nur das Abspielen der Hymnen vor Spielbeginn. Die Italiener sangen aus voller Brust, leidenschaftlich ihr Lied. Mit nur einem „eingemeindeten“ Spieler war hier schnell der Zusammenhalt erkennbar.

Wie sah es seit dem ersten Vorrundenspiel der deutschen Truppe aus?
Fast gequält sangen Lahm, Neuer & Co. die 3. Strophe des Deutschlandliedes. Und unsere nicht oder nur teilweise abstammungsdeutschen Spieler? Was taten Özil, Khedira oder Boateng? NICHTS!
Gar nichts. Sie standen von Spiel 1 an da und warteten auf das scheinbar ersehnte Ende der Musik.
Fühlen sich diese Herren der deutschen Nation nicht verpflichtet oder gar verbunden? Ist es ihnen egal, wen sie da gerade repräsentieren?

Scheinbar ist es so. Die Wahl, für Deutschland oder ein anders Land zu spielen, entscheidet möglicherweise nicht die Liebe zum Land, sondern die Chancen auf persönlichen Erfolg und damit des eigenen Einkommens.

In anderen Verbänden bedeutet das Verweigern des Mitsingens der Nationalhymne den Ausschluß aus der Elf. Vielleicht wäre das für den DFB mal ein Motivationsschub für den so gelobten „Team“-Geist. Anders kann ich nur sagen: Integration gescheitert!

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