Gegen Überfremdung und Sozialabbau – Das war die Demonstration am 16.06.2018 in Wuppertal

Gutes Wetter und ordentlich Werbung von Seiten der lokalen Medien bescherten den Aktivisten der Partei DIE RECHTE zur ersten Demonstration, die in Wuppertal im Sommer stattfand, die erforderliche Aufmerksamkeit für ihre Veranstaltung. Bereits im Vorfeld zeichnete sich deutlich ab, daß diese Veranstaltung deutlich stärker wahrgenommen werden wird, als es die Jahre zuvor der Fall war. Anders als im Frühjahr letzten Jahres, gab es in diesem Jahr im Vorfeld der Demonstration noch eine Kundgebungstour durch ganz Wuppertal (wir berichteten). Diese konnte störungsfrei und ohne erwähnenswerten Gegenprotest durchgeführt werden (trotz Gegenmobilisierung). Mehrere Redner rundeten die Veranstaltung mit ihren abwechslungsreichen Redebeiträgen ab und trugen ihren Teil mit dazu bei, daß unsere Kritik und unsere Forderungen durch die gesamte Barmer Innenstadt schallten. Nicht weniger interessant waren die Entwicklungen im Vorfeld der Demonstration.

Kundgebung in der Barmer Innenstadt am vergangenen Samstag (09.06.18) – störungsfrei

Während die Mobilisierung der Gegenseite nicht so richtig Fahrt aufnehmen wollte, meldeten sich urplötzlich die Protagonisten eines Jugendprojekts, das im Haus der Jugend (Wuppertal-Barmen) eine Aufführung durchführen wollte. Da die Marschroute am Haus der Jugend vorbeiführte, versuchte man nun über die lokalen Medien Druck auf die Polizei auszuüben. Die Polizei eröffnete der Gegenseite, daß die Veranstaltung der Partei DIE RECHTE bereits im Januar angemeldet und im April bereits kooperiert worden war – dagegen könne man nix machen. Deutlich angefressen und fast schon beleidigt, wurde die Tanzveranstaltung dann doch abgesagt – jedoch völlig grundlos, wie wir finden. Auch die Polizei konnte in dieser Situation, in der die Demonstration für wenige Minuten in einer Entfernung von 50 Metern an der Veranstaltung vorbeigezogen wäre, keine Gefahr erkennen.

Der Platz vor dem Haus der Jugend wurde von ca. 100 pöbelnden Gegendemonstranten blockiert – nicht von den Rechten. Foto von Stahlfeder Fotografie

 

Ab diesem Zeitpunkt gab es gefühlt im Minutentakt Kommentare, Artikel und Empörungen über diesen Akt der Barberei – wie konnte die Polizei nur eine angemeldete und genehmigte Veranstaltung durchführen wollen. Dieser verzweifelte Versuch, Werbung für den Gegenprotest zu machen, wurde später noch durch die Absage eines Kinderfestes übertroffen.

Auf www.t-online.de hieß es dazu:

Für die Kinder und Jugendlichen sollte es ein bunter Samstag werden. Doch nun wurden wegen der angekündigten Demo der Partei „Die Rechte“ ein Tanzfest mit jungen Flüchtlingen am Haus der Jugend Barmen und ein Grundschulfest in Wichlinghausen abgesagt. Die Route der Rechtsextremen entlang der B7 ist Schuld.

Wer sich jetzt aber mal ansieht, wo der Stadtteil Wichlinghausen liegt und wo die Route der Demonstration verlief, wird da irgendwie keine räumliche Nähe erkennen können – es gibt auch tatsächlich keine.

Demoroute in Rot – Wichlinghausen in Schwarz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser plumpe Versuch, die Menschen gegen eine angemeldete und genehmigte Demonstration aufzuwiegeln, makierte den Höhepunkt der äußerst fragwürdigen Gegenmobilisierung. Kinder als Druckmittel gegen den Rechtsstaat und als Garant für Aufmerksamkeit – erbärmlich.

Allein die Aufmachung und der Aufruf der Wuppertaler Linksextremisten zeugte von geistloser Hetze – erst im April diesen Jahres veranstalteten Aktivisten aus Dortmund eine Demonstration unter dem Motto: „Europa erwache“. An dieser Demonstration beteiligten sich unter anderem Aktivisten aus Ungarn und Bulgarien – die Bezeichnung „Ausländerfeinde“ erscheint damit etwas aus der Luft gegriffen.

Die Demonstration war gänzlich betrachtet ein voller Erfolg – zur Zwischenkundgebung gesellten sich zahlreiche Passanten und lauschten den beiden Rednern aus Siegen und Düsseldorf. Nach den Redebeiträgen und einigen Liedern setzte sich der Zug Richtung Barmer Bahnhof in Bewegung und nahm dort sein Ende. Für die Aktivisten war dieser Tag mehr als nur erfolgreich – sie wollen im nächsten Jahr wiederkommen – bis dahin.

Hier gibt es nun einige Impressionen der Veranstaltung – mit Video!

Quelle: Töller Sicht / DIE RECHTE – Kreisverband Wuppertal

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