Wie Dortmunder Antifaschisten ein brutales Tötungsdelikt zur Hetze gegen Rechts missbrauchen und dabei die Familie des Opfers verhöhnen

Nicht nur in Nicks Mean-Street-Antifa-WG in der Schleswiger Straße und bei den Möchtegern-Revolutionären der anarchistischen „Plattform Ruhr“, deren tapfere Kämpfer für die rote Revolution eher auf den Spuren von Usain Bolt, als von Ernst Thälmann sind, dürften Anfang der Woche die Sektkorken geknallt haben: Ein tragisches Tötungsdelikt, bei dem ein kleinwüchsiger Mann von einem Nachbarn zu Tode getreten worden war, lässt sich möglicherweise politisch instrumentalisieren. Denn das 41-jährige Opfer, das rund um den Tatort an der Adlerstraße im Unionviertel vielen Anwohnern und Passanten vom Sehen bekannt war, ist Kurde – der mutmaßliche Täter, der einen Tag später wegen „Körperverletzung mit Todesfolge“ festgenommen wurde und seither in Untersuchungshaft sitzt, soll Türke sein. Und: Ein kurdisches Nachrichtenportal, das der verbotenen PKK nahe steht, will ein Bild gefunden haben, auf dem der 39-jährige Tatverdächtige den „türkischen Faschistengruß“ der „Grauen Wölfe“ zeigt. Für die Antifa-Szene ist klar: Hier entsteht die Möglichkeit, einerseits ein neues Todesopfer (vermeintlich) rechter Gewalt zu installieren und gleichzeitig kann versucht werden, Zustimmung unter kurdischen Linken zu gewinnen, um sich deren Kampf gegen türkische Rechtsextremisten anzubiedern. Nur: Weder die ermittelnde Staatsanwältin, noch die Familie des Opfers wollen etwas von einem politischen Hintergrund wissen. Ganz im Gegenteil: Sie wehren sich massiv gegen diese Unterstellungen und betonen, dass es sich um einen länger schwelenden Konflikt des „Mobbings“ gehandelt hat, denen der Getötete, genannt Ibo, ausgesetzt war – mit politischen oder ethnischen Hintergründen hätte dies nichts zu tun gehabt, wie ein Bruder des Getöteten im sozialen Netzwerk Facebook schreibt. Für die Linkspartei-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke, die dem radikalen Flügel ihrer Partei nahesteht, dennoch kein Hindernis, in einer Pressemitteilung das Verbot der „Grauen Wölfe“ zu fordern.

Antifa-Verhalten ist Schlag ins Gesicht der Angehörigen

Es sind unmissverständliche Zeilen, die Serhat Demir in einem Facebook-Text, mit dem er von seinem Bruder Abschied nimmt, schreibt:

Es spielt bei uns keine Rolle welcher Nationalität oder Religion die Menschen angehören.
Warum erzähle ich das in dieser ohnehin schwierigen Zeit ?

Ich vermisse ihn, wir vermissen ihn…

Sein Tod war nicht gerecht, es war nicht gerecht meinen Bruder so aus dem Leben zu reißen.

Er hat von so vielen Dingen geträumt und wollte trotz seines Kleinwuchses ein Leben führen wie ein Großer.

Es ist auch nicht gerecht, dass dieser Mord zur kulturellen-, nationalen- und politischen Hetze missbraucht wird.

Dies wäre das letzte gewesen, was unser Ibo gewollt hätte.

Sein Tod beruht nicht auf einen politischen Konflikt, sondern zeigt wie grausam ein Mensch, ein wehrloser Mensch auf einer heimtückischen Weise ums Leben gekommen ist.

Meine Familie und ich möchten in diesem Schreiben nur klarstellen, dass es hier nicht um einen politischen Konflikt oder etwas dergleichen handelt.

Wir untersagen und verachten jegliche Nachrichten, die jegliches beinhalten.

Es geht um meinen Bruder, einen Menschen, der vor seiner Haustür misshandelt und grausam zu Tode geschlagen und getreten wurde.

Unser Wunsch ist nur, dass der Täter seine gerechte Strafe durch unsere deutsche Justiz bekommt!

Zeilen, die auch die Dortmunder Antifaschisten vielleicht einmal lesen sollten, bevor sie ihrerseits politische Aktionen durchführen, mit denen sie das Tötungsdelikt, das in seiner Begehungsweise nicht zuletzt durch die deutliche Überlegenheit des mutmaßlichen Täters als besonders verachtenswert eingestuft werden kann, instrumentalisieren. „Die Plattform Ruhr“ entdeckt beispielsweise – nach Erfindung des politischen Hintergrundes der Tat- ihr Mitgefühl für den Verstorbenen und legt mehr als eine halbe Woche nach der Tat Blumen am Tatort nieder, gleichzeitig wird ein Bettlaken aufgehangen, auf dem der „Kampf gegen den Faschismus“ gefordert wird.

Die Rechte/KV Dortmund/Dortmund Echo.

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