Unfaßbar: Städtische Wohnungsgesellschaft Dogewo kündigt junger Familie wegen Kinderlärm

Weil das zweijährige Kind einer Dortmunder Familie zu laut gewesen sei, hat die städtische Wohnungsgesellschaft Dogewo das Mietverhältnis einer Wohnung fristlos gekündigt. Über diesen unglaublichen Vorfall berichtet aktuell das Internetportal „Der Westen“. Betroffen ist demnach die Familie Schikorra, die zunächst im Oktober eine Abmahnung erhalten hatte, ehe Anfang Januar 2019 eine fristlose Kündigung im Briefkasten lag, wonach ein Auszug bis zum 6. Februar 2019 erfolgen soll. Das Kind sei so laut, daß es für andere Mieter nicht zumutbar sei, heißt es demnach in der Begründung der Kündigung.

Tatsächlich wirft dieses Verhalten einer städtischen Gesellschaft fragen auf, im Gegensatz zu privaten Vermietern sind staatliche Einrichtungen besonders dem Wohle des Volkes – und dazu zählt zweifelsfrei das Wohlergehen von Kindern – verpflichtet. Unabhängig davon, daß es verantwortungslos ist, einer jungen Familie womöglich den Gang in die Obdachlosigkeit zuzumuten, ist Kinderlärm sicherlich kein Kriterium für eine Kündigung. Wenn sich Nachbarn tatsächlich darüber beschweren, sollten sie sich stattdessen eher selbst reflektieren und müssen im Zweifel mit den Konsequenzen leben, wobei es schon schwer zu glauben fällt, wie ein einzelnes Kind ein Klima schaffen soll, das für eine ganze Nachbarschaft nicht zumutbar wäre.

Erfreulicherweise haben die betroffenen Mieter angekündigt, gegen die sofortige Kündigung juristisch vorzugehen, wobei ihnen viel Glück und Erfolg zu wünschen ist, zum Wohle der Allgemeinheit.

Quelle: DortmundEcho / DIE RECHTE – Kreisverband Dortmund

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