Am Freitag (27. Oktober 2017) fiel ein Mitarbeiter der Toilettenanlage am Dortmunder Hauptbahnhof über eine 23-jährige Frau her, welche ihre Notdurft verrichten wollte (das „DortmundEcho“ berichtete). Rund eine halbe Woche später hat sich der Betreiber „Sanifair“ zu den Vorwürfen geäußert und angekündigt, arbeitsrechtliche Schritte gegen den Mitarbeiter einleiten zu wollen, wenn sich der Verdacht bewahrheiten sollte.

Im Klartext: Bis zum Abschluß eines Ermittlungsverfahrens, das Monate oder durchaus auch Jahre andauern kann, arbeitet der 49-jährige Afrikaner, der aus Ghana stammt, weiterhin als Aufsichtsperson in der Toilettenanlage. Obwohl keine nähere Auskunft erteilt wird, ist auch eine Stellungnahme aufschlußreich, die von einer Sanifair-Sprecherin gegenüber den „Ruhr Nachrichten“ abgegeben wurde: „Die Sprecherin stellte keine weiteren Informationen zur Verfügung und verwies auf die laufenden polizeilichen Ermittlungen. Die Nachfrage, ob der Mann freigestellt wurde, beantwortete sie nicht. Auch die Frage, was Sanifair unternimmt, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt, blieb bisher unbeantwortet“. Kurzgefaßt: Bisher wurden noch keinerlei Schritte eingeleitet und jede Frau, die am Dortmunder Hbf die Toilette aufsuchen möchte, muß damit rechnen, erneut Opfer eines vorbestraften Sextäters zu werden.

Eigentlich würde es sich empfehlen, nicht mehr alleine auf Toilette zu gehen. Abgesehen davon, daß es bereits ein Armutszeugnis ist, in Deutschland im Jahr 2017 eine öffentliche Toilette nur noch mit mehreren Personen aufsuchen zu können, würde Sanifair aber an jedem Begleiter ebenfalls verdienen. Und einer Firma, die bisher an einem Mitarbeiter festhält, gegen den glaubhafte Vorwürfe erhoben worden sind, die auch von Zeugen bestätigt wurden, welche die völlig aufgelöste Frau vor der Toilettenanlage getroffen hatten, muß wahrlich nicht zur Gewinnmaximierung geholfen werden.

Quelle: DortmundEcho

Bild: M.E. | pixelio.de

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