Seit gut zwei Jahren erlebt Deutschland eine Einwanderungswelle in bisher ungekanntem Ausmaß. Während zunächst mit dem Bau tausender Asylheime in der gesamten Bundesrepublik begonnen wurde, ist die Problematik mit der Fertigstellung aus den Schlagzeilen der Massenmedien verschwunden. Doch nicht nur beim Thema Sicherheitspolitik ist die Asylkrise weiterhin allgegenwärtig, auch die Kommunen stehen in vielen Bereichen vor massiven Problemen.

Mitunter reichen diese Probleme sogar soweit, daß ganze Arbeitsbereiche der Stadt Dortmund kurz vor dem Kollaps stehen. Wie die „Ruhr Nachrichten“ mitteilen, arbeitet momentan beispielsweise die Ausländerbehörde in Dortmund mit 15 Prozent weniger Personal als eigentlich existieren sollte, an der Belastungsgrenze. Durch eine hohe Fluktuation von Mitarbeitern sowie einem ebenfalls hohen Krankenstand, kommt es nicht nur zu enormen Wartezeiten bei Bürgerterminen, sondern auch das Bearbeiten von Schriftstücken zieht sich mitunter über viele Monate. Bezeichnenderweise kommt aber weder dem Artikelschreiber der RN noch den zitierten Interviewpartnern in den Sinn, daß die Überlastung der Behörde eine direkte Folge der Asylkrise sein könnte. Daß insbesondere die Bereiche „städtische Asylstelle, Team Visa, Team humanitäre Aufenthalte und ausländische Studierende und Beschäftigte“ von der Arbeitsüberlastung betroffen sind, dürfte wohl ebenso Zufall sein. Ganz nach dem Motto: „Die bunte Multikulti-Welt, so wie sie uns gefällt“.

Tatsächlich ist es nicht nur notwendig, sondern für die Durchsetzung der Gesetze existenziell, endlich zahlreiche Neueinstellungen vorzunehmen und damit zu beginnen, das Ausländerrecht konsequent durchzusetzen. Kosmetische Maßnahmen, etwa eine diskutierte Ausgliederung der Ausländerbehörde aus dem Stadthaus in ein anderes Gebäude, lenken dabei lediglich vom eigentlichen Problem ab, statt zur Lösung beizutragen.

Quelle: DortmundEcho

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