Als am 15. November 2016 das Bundesinnenministerium den Verein „Die wahre Religion“ verbieten ließ, welcher für die Verteilung von kostenlosen Koranexemplaren in deutschen Fußgängerzonen ebenso verantwortlich ist wie für die Radikalisierung junger Muslime, schienen die Stände in Großstädten ein Ende gefunden zu haben. Tatsächlich dürfte das Kapitel „Lies“ auch beendet sein, ein Nachfolger hat sich jedoch schnell gefunden und drängt in die Öffentlichkeit:

Wie verschiedene Medien, u.a. der WDR, berichten, wären in den vergangenen Wochen Sondernutzungsgenehmigungen durch einen Verein mit dem Namen „Ansaar International“ beantragt worden, um die Verteilaktionen fortzuführen. Jener Verein wird zwar bereits durch den Verfassungsschutz beobachtet, für ein Vereinsverbot seien aber keine ausreichenden Belege verfügbar, weshalb auch weiterhin wöchentliche Verteilungen das Bild westdeutscher Großstädte mitbestimmen dürften.

Was auf den ersten Blick lediglich als ärgerliche Randnotiz wahrgenommen wird, zeigt aber vor allem, wie organisiert die Netzwerke der radikalen Islamisten sind, die Verluste schnell kompensieren und durch Nachfolge- oder Ersatzorganisationen ausgleichen. Ob der deutsche Staat für diese Auseinandersetzung gewappnet ist, bleibt angesichts der einseitigen Prioritätensetzung führender Vertreter des bundesrepublikanischen Systems zu bezweifeln, vielmehr sind die gelegentlichen Aktionen im „Kampf gegen den islamistischen Terrorismus“ Nadelstiche gegen einen Gegner, der sich politisch ausschließlich durch einen deutlichen Kurswechsel bekämpfen läßt – Einwanderungsbegrenzungen sowie ein kritischer Umgang mit der Religion des Islam in Mitteleuropa eingeschlossen.

Quelle: DortmundEcho

Bild: Katharina Wielang Müller / pixelio.de

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