Rüffel aus Hamm: Dortmunder Staatsanwaltschaft muß weiter gegen Polizisten ermitteln!

Offenbar gibt es für die einseitigen Ermittlungen, welche die Staatsanwaltschaft Dortmund seit vielen Jahren bei Sachverhalten führt, an denen Nationalisten beteiligt sind, sogar Kritik aus den eigenen Reihen: Die Generalstaatsanwaltschaft in Hamm hat die Dortmunder Kollegen angewiesen, die Ermittlungen gegen einen Polizisten wieder aufzunehmen, der im Rahmen eines Demonstrationsgeschehens am 23. August 2017 in Dorstfeld Nationalisten beleidigt haben soll.

Wie so oft, hatte die Staatsanwaltschaft Dortmund im Vorfeld keine nennenswerten Nachforschungen und Ermittlungen übernommen, um den Sachverhalt aufzuklären und den Polizisten zu ermitteln, vielmehr wurde das Strafverfahren binnen weniger Wochen eingestellt – wie der Fall andersherum ausgesehen hätte, wenn ein Nationalist einen Polizisten beleidigt hätte, sei an dieser Stelle nur beiläufig als Frage aufgeworfen. Letztendlich scheiterte jedoch der Versuch, die Ermittlungen gegen einen Polizisten einzustellen, ohne ausführliche Zeugenbefragungen vorzunehmen, sowie die vorgeworfene Straftat, die sogar videografiert wurde, angemessen zu analysieren: Gegen die Einstellung der Ermittlungen hatte ein Betroffener am 7. November 2017 Beschwerde eingereicht und die Wiederaufnahme beantragt, zwei Wochen später wurde diesem Antrag schließlich stattgegeben, in einem Einzeiler teilte die Staatsanwaltschaft Dortmund mit Datum vom 20. November 2017 mit, die Ermittlungen in dem Verfahren, das mit dem Aktenzeichen 060 UJs 89/17 weiterhin gegen Unbekannt geführt wird, würden wiederaufgenommen.

Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt!

Ob die Staatsanwaltschaft letztendlich Anklage gegen den Polizisten erhebt oder das Verfahren erneut einstellt, steht freilich auf einem anderen Blatt. Der Versuch, den Vorfall einfach unter den Tisch zu kehren, ist jedoch gescheitert und zeigt einmal mehr, was für jeden Nationalisten als Lebensmotto verinnerlicht werden sollte: Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt. Auch bei den vermeintlich kleinen Dingen des Lebens, wobei sich die Frage stellt, ob ein ausrastender Polizist, der durch sein Verhalten durchaus eine Eskalation der Situation hätte erzielen können und sogar von seinen eigenen Kollegen zur Ordnung gerufen wurde, wirklich ein solch geringfügiges Problem darstellt oder dieser Vorfall nicht vielmehr mit Nachdruck aufgeklärt werden muß, um das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei nicht vollständig zu verlieren. Schwarze Schafe im Polizeidienst sind zwar nicht die Regel, aber eben auch keine Seltenheit mehr!

Quelle: DortmundEcho

Bild: Arno Bachert / pixelio.de

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