Gelungene Kundgebung in der Dortmunder Innenstadt, Hausbesetzung in Dorstfeld!

Gelungene Kundgebung in der Dortmunder Innenstadt, Hausbesetzung in Dorstfeld!

Einiges los war am Freitagabend (15. Dezember 2017) in Dortmund: Vor genau einem Jahr hatten Aktivisten der Partei DIE RECHTE in einer Aktion zivilen Ungehorsams den Turm der Reinoldikirche besetzt, um gegen die voranschreitende Islamisierung zu protestieren. Obwohl es sich um eine friedliche Besetzung handelt, deren Strafbarkeit äußerst fraglich war und ist, ging die Polizei seinerzeit massiv gegen die acht Besetzer vor, bis heute sind die Betroffenen mit Ermittlungen konfrontiert und gegebenenfalls wird in den nächsten Wochen Anklage erhoben. Um auf diese Umstände, sowohl den Protest gegen Islamisierung, als auch die Repressionen gegen die betroffenen Aktivisten, aufmerksam zu machen, wurde eine Kundgebung in der Dortmunder Innenstadt angemeldet. Doch auch diese Kundgebung wurde im Vorfeld von Schikanen überschattet, die ihren Höhepunkt in einem 51-seitigen Auflagenbescheid fanden. Letztendlich verlief die Versammlung in der Innenstadt aber dennoch erfolgreich!

Rund 60 Aktivisten protestieren am Brüderweg!

Auf einem Platz am Brüderweg, in Sichtweite des zahllosen PKW-Verkehrs auf dem Wall und mit bestem Blick auf die Reinoldikirche, fanden sich ab 19.00 Uhr die Versammlungsteilnehmer ein. Obwohl regelmäßig versucht wird, Versammlungen der Partei DIE RECHTE als gefährlich darzustellen, waren erfreulich wenige Polizeibeamte anwesend, die sich im übrigen während der gesamten, selbstredend friedlich verlaufenden Versammlung höflich und passiv verhielten, sodaß die Außenwirkung tatsächlich von Inhalten geprägt war, nicht von einem gigantischen Polizeikessel.

Die Dortmunder Aktivisten Michael Brück und Sascha Krolzig thematisierten in ihren Redebeiträgen die Besetzung der Reinoldikirche sowie die ständigen Schikanen durch Polizei und Dortmunder Stadtverwaltung – auch die Kundgebung am Brüderweg wird ein Nachspiel vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen haben, die Polizei hatte willkürlich und mit einer absurden Begründung eine geplante Fackel-Aktion untersagt. Vorsorglich war eine weitere Kundgebung am Westentor angemeldet worden, nachdem sich die Polizei zunächst weigerte, einen akzeptablen Platz in der Innenstadt zuzuweisen. Durch die planmäßige Durchführung der Kundgebung am Brüderweg wurde die zweite Versammlung jedoch kurzfristig abgemeldet, da eine ausreichende Wahrnehmung auch an diesem Ort, begünstigt durch den regen Weihnachtsverkehr in der Innenstadt, gewährleistet wurde. Gegendemonstranten, und das ist in einer Großstadt durchaus nicht überall gleich, fanden sich in Sichtweite der Versammlung im übrigen nicht ein, lediglich eine Handvoll Passanten pöbelten während der gesamten Veranstaltung, während es im Gegenzug etliche Sympathiebekundungen gab. Insgesamt war es eine gute Aktion, um am Jahrestag der Besetzung Aufmerksamkeit zu schaffen!


Zahlreiche Aktivisten aus Dortmund beteiligten sich


Deutliche Botschaft: Gegen Willkür und Schikanen!


Sascha Krolzig spricht zu den Teilnehmern am Brüderweg

Parallel zur Kundgebung: Rechte Hausbesetzung in Dorstfeld!

Während DIE RECHTE ihren Protest mit einer Kundgebung in der Innenstadt bündelte, besetzten weitere unbekannte Aktivisten parallel zur Versammlung das Wohnhaus Wittener Straße 36. Binnen Minuten verbreitete sich die Nachricht, daß aus dem Gebäude, welches seit mehr als zehn Jahren wegen ungeklärter Besitzverhältnisse leersteht und zunehmend verfällt, mit Bannern, Fahnen und Plakaten für ein „Zentrum für Deutsche“ geworben wird. Schnell versammelten sich vor dem erleuchteten Haus Sympathisanten, viele von ihnen waren von der Kundgebung in der Innenstadt abgereist und hatten anschließend von der Aktion erfahren – ebenso schnell fand sich ein Großaufgebot der Polizei ein, welche die Umgebung weiträumig abriegelte, auch zahlreiche Reporter ließen sich nach einiger Zeit blicken.

Gegen 22 Uhr, rund zwei Stunden nach Bekanntwerden der Besetzung, drangen Polizisten schließlich in das Haus ein und beendeten die Aktion, ob es vorher Kontaktversuche zu den Besetzern gegeben hat, ist nicht bekannt. Finden konnten sie in dem Gebäude, das über verschiedene Wege zugänglich ist, weshalb auch Bundespolizei zur Absicherung der Nordseite des Grundstücks, die in Richtung S-Bahnhof Dorstfeld gelegen ist, herangezogen wurde, jedoch niemanden. Die Polizei teilte zeitnah nach Beendigung der Besetzung mit, daß es keine Festnahmen gegeben habe, jedoch Ermittlungen wegen Hausfriedensbruch eingeleitet worden seien. Gleichzeitig wurde auch aus den Reihen der eingesetzten Beamten kritisiert, mit einem solchen Großaufgebot gegen ein harmloses Ereignis vorzugehen, dessen Strafverfolgung in der Regel nur auf Antrag erfolgt und es unklar gewesen ist, ob überhaupt eine Straftat vorliegt. Der O-Ton eines Beamten „So etwas ist wohl nur in Dortmund möglich“, unterstreicht einmal mehr – und passend am Jahrestag der Reinoldikirchen-Besetzung – die Hektik, Panikmache und überzogene Reaktion, die eintritt, sobald von der Polizeiführung eine „rechte Aktivität“ registriert wird.


Polizei sperrt das besetze Haus Wittener Straße 36 weiträumig ab


Auf der anderen Straßenseite sammeln sich Unterstützer

Nicht nur DIE RECHTE Dortmund blickt zufrieden auf die Protestaktion, auch die unbekannten Besetzer dürften ihr Ziel, Aufmerksamkeit zu schaffen, erreicht haben. Der erste Jahrestag der Reinoldikirchen-Besetzung hat Aktionen des politischen Protestes mit kreativem Widerstand kombiniert und damit einen zwischenzeitlichen Höhepunkt in der Aufarbeitung des 16. Dezembers 2016 erreicht. Eine Aufarbeitung, die noch lange nicht abgeschlossen ist und sich als Kampagne noch länger mit jenem Abend im weihnachtlichen Dortmund auseinandersetzen muß. Die Botschaft ist seinerzeit bei Zehntausenden angekommen, es muß jedoch die Aufgabe sein, diese Botschaft weiterzutragen und ihren Inhalt zu erweitern. Auch im Jahr 2018, in dem sowohl der Protest gegen Islamisierung als auch staatliche Repressionen weiterhin ein wichtiges Thema nationaler Oppositionsarbeit bleiben werden!

Quelle: DortmundEcho / DIE RECHTE – Kreisverband Dortmund

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