Realsatire: Illegaler Asylant wird an der Grenze festgenommen, darf weiter und kommt wohl nach Dortmund

Seit Beginn der Asylkrise im Spätherbst 2015 ist die öffentliche Ordnung zusammengebrochen, insbesondere der Straftatbestand der unerlaubten Einreise wird kaum noch verfolgt. Eine kurze Pressemitteilung, die von der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein veröffentlicht wurde, zeigt, welche Formen das Asyl-Chaos annimmt. Ein Asylbewerber, der die EU in Italien betreten hat und demnach unstrittig nach dem Dublin-Abkommen lediglich einen Anspruch besitzt, seinen Asylantrag im ersterreichten Land zu stellen, reist durch die Schweiz und wird in Deutschland aufgegriffen, wo er äußert, er wolle nach Dortmund und einen Asylantrag stellen. Statt den Mann wegen Verstößen gegen das Ausländergesetz festzunehmen und anschließend nach Italien zu überstellen, wird er kurzzeitig in Gewahrsam genommen und in die Asylerstaufnahmestelle nach Karlsruhe – immerhin schon einige Kilometer weiter Richtung Dortmund – gebracht, wo er seinen Antrag stellen kann. Ob der (laut Polizeiangaben 22-jährige) Asylbewerber aus Nigeria das Antragsstellen überhaupt abwartet oder schon auf dem Weg nach Dortmund ist, kann nur spekuliert werden. Fest steht aber, daß er in wenigen Tagen sein Ziel erreicht haben wird und dabei einer von so vielen Einzelfällen ist, mit dem der Zusammenbruch des Rechts bewiesen wird.

Nachfolgend die Pressemitteilung im Wortlaut:

Einen 22-jährigen nigerianischen Staatsbürger hat die Bundespolizei am Mittwochvormittag am Grenzübergang in Friedlingen festgenommen. Der Mann, der lediglich im Besitz einer italienischen Aufenthaltsgestattung war, wollte nach Dortmund. Wie die Bundespolizei feststellte, wurde der 22-jährige zuvor bereits in der Schweiz wegen unerlaubten Aufenthalts angezeigt. Da er ein Asylbegehren vortrug, wurde er an die Landeserstaufnahmestelle für Asylbewerber in Karlsruhe weitergeleitet.

Quelle: DortmundEcho / DIE RECHTE – Kreisverband Dortmund

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