Dortmunds Polizeiführung hat die Sicherheitsbehörde politisch instrumentalisiert, nicht zuletzt der „Kampf gegen Rechts“ spielt im Apparat von Polizeipräsident Gregor Lange (SPD) eine große Rolle. Um symbolische Präsenz zu zeigen, stehen Polizeibeamte beispielsweise täglich viele Stunden am Dorstfelder Wilhelmplatz – Straftaten gibt es dort zwar nicht, wie mittlerweile auch Stadt und Polizei auch selbst einräumen.

Jene Polizeibeamte, die sich beispielsweise in Dorstfeld umgangssprachlich die Beine in den Bauch stehen, fehlen an anderen Stellen Dortmunds, nicht nur in sozialen Brennpunkt der nördlichen Innenstadt. Ein aktueller Vorfall in Lütgendortmund zeigt, welche Blüten diese bedenkliche Entwicklung treibt: Als Kinder auf einem Sportplatz von einem geistig verwirrten Mann am Mittwochnachmittag (5. April 2017) belästigt worden sind, erschienen die Beamten erst 70 Minuten nach den ersten Notrufen.

Erst Schüsse stoppen den Mann, der vorher „niedrige Priorität“ genoß

Ein Sprecher der Polizei begründete den Zeitverzug mit den Prioritäten, die von der Leitstelle vergeben werden“, berichten die „Ruhr Nachrichten“ und erklären damit, weshalb Menschen, vor allem Kinder, in einer Belästigungssituation mehr als eine Stunde auf die Polizei warten müssen. Jene Beamten, die sich beispielsweise zeitgleich (!) am Wilhelmplatz, keine fünf Kilometer vom Sportplatz entfernt, in ihrem Streifenwagen langweilten. Als die Beamten dann schließlich erschienen, wurde es im übrigen hektisch: Der Mann schlug die Scheibe eines Schuppens ein, entwendete eine Schaufel und attackierte damit die Polizisten, erst ein Schuß konnte den Angreifer stoppen, er wurde schließlich festgenommen. Und dort, wo vorher kein Streifenwagen zur Verfügung stand, erschienen plötzlich rund ein Dutzend Fahrzeuge, von Unterstützungskräften bis zur Spurensicherung – wenn die Prioritäten stimmen, geht es eben plötzlich ganz schnell. Nur die Reihenfolge dieser Prioritäten scheint äußerst bedenklich.

Quelle: DortmundEcho

Bild: Symbolbild (zeigt nicht den beschriebenen Vorfall)

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