Nein, keine Sorge, der „echte“ NW DO, eine Abkürzung, die im Ruhrgebiet mit dem „Nationalen Widerstand Dortmund“ assoziiert wird, ist seit dem Jahr 2012 als verfassungswidrige Vereinigung mit kämpferisch-aggressivem Charakter verboten und das dürfte sich auch allzu schnell nicht ändern. Doch während der Rechtsstreit um eine Neuzulassung mittlerweile beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist, wird die Abkürzung NW_DO aktuell von einer Gruppierung übernommen, bei der sie wohl niemand erwartet hätte:

Seit Dienstag (27. September 2016) hat die Dortmunder Polizei ihren Twitter-Account nach einer landesweiten Verordnung aus dem Innenministerium umbenannt und einheitlich angepaßt, aus twitter.com/polizeidortmund wurde kurzerhand twitter.com/polizei_nw_do, wobei NW für das Bundesland Nordrhein-Westfalen steht und Do den Städtenamen abkürzt – eigentlich ein Vorgang, der keine weitere Aufmerksamkeit bedürfte, aber durch die politische Brisanz der Abkürzung sicherlich eine belustigende Anspielung darstellt.

Für die linksextreme Szene Dortmunds sowie die linken Lokaljournalisten reicht diese zufällige Buchstabenkombination jedoch für einen empörten Aufschrei. Wie die „Ruhrbarone“ und das „Jugendmagazin“ von Tomasz Niemiec berichten, hat der Piratenpartei-Landtagsabgeordnete Torsten Sommer (dessen Landtagsaufenthalt im übrigen im Mai 2017 beendet sein dürfte und der in seinen letzten Monaten als Berufspolitiker wohl nochmal etwas Aufmerksamkeit erhaschen will) eine Anfrage an die Landesregierung gestellt, ob im Dortmunder Fall eine Ausnahme von der landesweiten Richtlinie möglich sei. Ziemlich paranoid, diese linken Zeitgenossen, die wahrlich überall einen Hauch von Neonazismus sehen.

Quelle: DortmundEcho

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