Hysterisch beklagen Linksextremisten einen angeblichen „Mordversuch“, der sich am Sonntag (14. August 2016) zugetragen haben soll: Angeblich wäre ein 24-jähriger Antifaschist in der Nähe seiner Wohnung, die zunächst als „Dortmunder Westen“ umschrieben wurde, angegriffen und mit einem Messerstich verletzt worden, die Täter seien vermummte Neonazis gewesen – bereits diese Version sorgte bei kritischen Betrachtern für massive Zweifel, zumal der angeblich Überfallene bereits am 1. August 2016 in einen Zwischenfall mit Rechten verwickelt gewesen sein soll. Beim „DortmundEcho“ wurde deshalb bereits ausführlich auf Widersprüche hingewiesen – mit einem weiteren Tag zeitlichen Abstand, hat sich am Dienstag (16. August 2016) die Dortmunder Polizei mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gewandt, welche in dieser Form beachtlich ist: Selbst die Polizeibeamten, die kaum eine Möglichkeit auslassen, Nationalisten zu kriminalisieren, mißtrauen dem vermeintlichen Opfer. Aus gutem Grund!

“Opfer“ ging erst auf Reise und dann zur Polizei

„Angriff mit Messer angezeigt“, titelt die Polizei zurückhaltend und betont damit, daß es – außer der Aussage des 24-Jährigen – bisher keine Hinweise gibt, die den Vorfall auch nur ansatzweise bestätigen. Demnach sei der junge Mann gegen 24.00 Uhr am Sonntagabend bei einer Polizeiwache in Dortmund erschienen, um die Attacke auf seine Person anzuzeigen – rund 8 Stunden nach dem Vorfall, der sich gegen 16.00 Uhr in der Nederhoffstraße am Westpark ereignet haben soll. Dort wäre er unvermittelt von drei Vermummten, die in einem PKW auf ihn gewartet hätten, geschlagen worden, als er wieder aufgestanden wäre, wäre er zudem mit einem Messer angegriffen worden. Doch bei der Schilderung gibt es einen krassen Widerspruch: Statt die Polizei zu alarmieren und somit nicht nur nach den Tätern zu fahnden, sondern auch eine mögliche Beweissicherung vor Ort einzuleiten, fuhr das „Opfer“ zunächst in aller Seelenruhe rund 50 Kilometer nach Mülheim (!), um sich dort schließlich in ein Krankenhaus zu begeben und seine angebliche Stichverletzung, die nach eigener Aussage oberflächlich gewesen sein soll, behandeln zu lassen – nur wenige hundert Meter vom angeblichen „Tatort“ in der Nederhoffstraße befinden sich übrigens die städtischen Kliniken, die selbstverständlich über eine Notaufnahme verfügen. Erst bei seiner Rückkehr kontaktierte das „Opfer“ demnach die Polizei. Warum ausgerechnet ein Krankenhaus in Mülheim aufgesucht wurde, kann lediglich spekuliert werden, aber es dürfte nicht schaden, die vorgegebenen Verletzungen durch einen Arzt nachprüfen zu lassen. Wer weiß, ob sich dadurch nicht bereits der Schwindel des Nazi-Überfalls aufdecken ließe.

Polizei sucht Zeugen, die den Vorfall bestätigen sollen

Obwohl sich die vorgegebene Tat im öffentlichen Raum abgespielt haben soll, scheint es bisher keinen einzigen Anwohner oder Passanten zu geben, der etwas von dem Geschehen mitbekommen haben will. „Haben Sie den Vorfall beobachtet oder im Umfeld verdächtige Personen gesehen? Dann melden Sie sich bitte beim hiesigen Kriminaldauerdienst unter Tel. 0231/132-7441“, heißt es daher in der Polizeipressemitteilung – gut möglich, daß den Ermittlern ebenfalls auffällt, daß eine solche Unauffälligkeit nicht zu dem vorgegebenen Überfall paßt. Wer erwartet hätte, daß durch das „Opfer“ eine Beschreibung des Tatfahrzeuges erfolgte, vielleicht sogar mit Nummernschild, wird im übrigen offenbar enttäuscht, über das Gefährt verliert die Polizei kein Wort – ein willkürlich ausgewähltes Nummernschild könnte das „Opfer“ bei Nachfragen vielleicht auch in Bedrängnis bringen. Wenig aussagekräftig ist auch die Beschreibung der „Angreifer“, von denen zwei schwarze Oberbekleidung getragen haben sollen, außerdem hätte einer der „Täter“ eine Militärhose getragen, ganz klischeemäßig eben. Im Gesicht hatten die „Täter“, wen wundert es, natürlich Sturmhauben.

Auch Vorfall vom 1. August erscheint fragwürdig

Auf der Polizeiwache gab der Mann auch an, daß er bereits am 1. August von Unbekannten angegangen worden sei. Demnach habe er sich gegen 21.30 Uhr gemeinsam mit einem Bekannten auf dem Dorstfelder Hellweg aufgehalten, als die beiden plötzlich von drei Männern verbal angegriffen wurden. Diese, so der 24-Jährige, seien der rechten Szene zuzuordnen gewesen. Einem verbalen Angriff durch diese folgten eigenen Angaben zufolge Würfe mit zwei Bierflaschen, von denen der Dortmunder und sein Begleiter an Hüfte bzw. Rücken getroffen wurden. Die beiden flüchteten daraufhin unverletzt vor den beiden Angreifern. Auch in diesem Fall laufen die polizeilichen Ermittlungen bereits. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern blieb erfolglos. Auch Tatmittel wie Glasflaschen oder -splitter konnten die Beamten im Umfeld nicht feststellen“ – die polizeiliche Pressemitteilung spricht in diesem Fall für sich, denn auch bei der angeblichen Attacke von Anfang August, die sich in Dortmund-Dorstfeld zugetragen haben soll, gibt es offenbar weder Zeugen, noch Indizien oder gar objektive Beweise, die darauf hindeuten, daß es die angezeigte Konfrontation überhaupt gegeben hat. Tatsächlich genossen der 24-Jährige und sein Begleiter nach berichten über diesen Vorfall die Aufmerksamkeit, die zunächst durch eigene Twitterbeiträge über den Account „Roter Aufbau Bochum“ geschaffen wurde. Gut möglich, daß diese Aufmerksamkeit erneut gesucht wurde: Aufmerksamkeit suchend, hat das vermeintliche Opfer vom Westpark mittlerweile ein Gespräch mit den „Ruhr Nachrichten“ geführt, während sein Genosse, der Twitterer „ProletDO“ bekanntgibt, daß dem „Opfer“ (!) bereits ein Anwalt organisiert worden wäre. Wer weiß, welche Widersprüche und Lügen in den nächsten Tagen noch zum Vorschein treten. Mißtrauen ist im Hinblick auf den 24-Jährigen, der offenbar im Wochentakt in vermeintliche Überfälle gerät, angebracht – dieses Mißtrauen wird selbstredend von politisch interessierten Kreisen vollständig ausgeblendet, welche die Vorgänge zur politischen Propaganda „gegen Rechts“ mißbrauchen. Aber auch dieses Verhalten ist aussagekräftig!

Quelle: DortmundEcho

Bild: Arno Bachert | pixelio.de

Leave a Reply

Your email address will not be published.