Wer die verantwortlichen Dortmunder Lokalpolitiker nach einer islamistischen Szene in der Westfalenmetropole fragt, erhält regelmäßig die Antwort, daß solche Strukturen nicht bekannt seien. Nicht nur angesichts regelmäßiger Veranstaltungen radikaler Salafisten und wöchentlichen Koran-Verteilaktionen in der Innenstadt, erscheint diese Darstellung wie eine Realitätsverzerrung:

Aktuell berichten u.a. die „Ruhr Nachrichten“, daß ein junger Mann aus Dortmund in einem Propagandavideo des „Islamischen Staates“ Werbung für den Dschihad betreibt und zu Anschlägen in der Bundesrepublik aufruft. Ob es sich tatsächlich um einen (ehemaligen) Bewohner Dortmunds handelt, der vorgibt, Christian zu heißen und im Jahr 2012 zum Islam konvertiert zu sein, ist unklar. Der „Westdeutsche Rundfunk (WDR)“ beruft sich jedoch auf die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft, welcher der Mann, der sich aktuell im syrisch-irakischen Grenzgebiet aufhalten dürfte, bereits länger bekannt sein soll.

Nicht unwahrscheinlich erscheint daher, daß sich der erste Dortmunder im Kriegsgebiet offiziell zu einer IS-Mitgliedschaft bekennt – ob in seiner Heimat Schläfer auf ihr Signal warten und sogar ganze Islamistenzellen in der Westfalenmetropole bestehen, wissen momentan weder Presse noch Sicherheitsbehörden. Ein Zustand, der mit beeunruhigend noch harmlos umschrieben ist.

Quelle: DortmundEcho

Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

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