Wenn die Tage in Deutschland (nicht nur politisch) am dunkelsten werden und der Frost die Nächte bestimmt, trifft das raue Wetter gerade diejenigen, die ohnehin von der Gesellschaft abgeschlagen sind: Obdachlose, die häufig ihren gesamten Besitz am Körper tragen und nicht wissen, was der nächste Tag bringt. Während zahllose Initiativen Spendengelder für Asylbewerber sammeln, um das Gutmenschen-Gewissen zu beruhigen, bleibt die Hilfe für Volksgenossen häufig weitgehend auf der Strecke. Traditionell sammeln Aktivisten in Dortmund deshalb in der kalten Jahreszeit Spenden, um diese Obdachlosen zur Verfügung zu stellen und einen kleinen Beitrag praktischer Solidarität zu leisten. Erst vor wenigen Tagen erfror in Dortmund der Obdachlose Theo – er gehörte zu jenen, die zu den vernachlässigten, vergessenen Menschen gehören, deren Schicksal der Mehrheitsgesellschaft gleichgültig ist.

Große Spendenbereitschaft übertrifft alle Erwartungen

Kaum zu verstauen waren in diesem Jahr die zahlreichen Kleidungsstücke, Schlafsäcke, Decken und Kosmetikartikel, die von nationalen Aktivisten zentral gesammelt wurden, um sie anschließend professionellen Helfern zu übergeben, die eine zielgerichtete Verteilung an Bedürftige garantieren. Der Einsatz für Obdachlose sollte aber nicht nur auf die Wintermonate beschränkt sein, sondern gerade auch in der politischen Auseinandersetzung in den Mittelpunkt gerückt werden: Ein selbsternannter Sozialstaat, der Einwanderer aus der gesamten Welt mit Wohnraum und Besoldung finanziert, Obdachlosen jedoch Schlafmöglichkeiten nur gegen ein hohes Entgelt bereitstellt, wird seinem Namen nicht gerecht. Ebenso wichtig wie Spenden und der eigene Einsatz in der Obdachlosenhilfe ist deshalb, auf Veränderungen hinzuarbeiten. Hin zu einer Volksgemeinschaft, in der niemand alleine gelassen wird!

Quelle: DortmundEcho

Leave a Reply

Your email address will not be published.