Seit zehn Jahren treibt ein Bochumer Linksextremist, der in Wattenscheid wohnhaft ist, bevorzugt an den Autobahnen um die Stadt im östlichen Ruhrgebiet sein Unwesen: Zwischen Essen-Süd, Gelsenkirchen, Bochum und den westlichen Ausläufern von Dortmund tobt sich der Sprayer mit zahllosen Graffitis aus – sein reguläres Kürzel lautet „ACAB“, angelehnt an die weitverbreitete, polizeifeindliche Parole, doch auch diverse Schriftzüge mit politischen Inhalten „Hooligans gegen Nazis“, „Wiederstand [Fehler im Original] gegen die Höckes, Petrys und Erdogans“ oder „Zona Antifascista“ gehen auf das Konto seiner „ACAB-Bande“.

Neuerdings entwickelt sich der türkische Präsident Recep Erdogan, der konsequent gegen kurdische Terroristen im Osten seines Landes vorgeht, zunehmend zum Feindbild des Bochumer Linksextremisten: Bereits seit etwa einem Jahr ist an der A40 die großflächige Parole „Erdogan Du Hundesohn“ zu finden, in den vergangenen Wochen tauchten diverse weitere Schriftzüge auf (u.a. „Erdogan verrecke“), an denen mittlerweile das türkische Konsulat Anstoß nimmt und die Bundesrepublik zur Ahndung dieser Straftaten auffordert.

Mit zweierlei Maß: Landesbetrieb Straßen.NRW verweigert zeitnahe Entfernung

Bezeichnenderweise hat der Landesbetrieb „Straßen.NRW“ angekündigt, auf eine Entfernung der Schmierereien zunächst zu verzichten – stammen doch die Urheber aus dem politisch genehmen, linken Spektrum. Da wird dann auch gerne darüber hinweggesehen, daß wegen ein paar beleidigenden Wandparolen diplomatische Verstimmungen entstehen. Wenn aber rechte politische Graffitis im Bereich der A40, nur wenige Kilometer weiter, angebracht werden, ist der Landesbetrieb „Straßen.NRW“ plötzlich ganz schnell: Binnen weniger Tage oder Wochen werden die politisch nicht genehmen Bilder überstrichen. Es ist eben ein Unterschied, ob eine Kritik an den Zuständen in der Bundesrepublik geäußert wird oder stattdessen auf stumpfe Beleidigungen gegen ein ausländisches Staatsoberhaupt zurückgegriffen wird. Wobei, wenn statt dem türkischen der israelische Präsident angegangen würde, wäre das Straßenamt wohl auch ziemlich schnell.

Übrigens: Der selbsternannte „Anführer“ der ACAB-Bande lebt, obwohl er das dreißigste Lebensjahr bereits überschritten hat, noch bei seiner Mutti in einer beschaulichen Einfamilienhaussiedlung in Bochum-Wattenscheid. Der gute Franz erfüllt damit die Studie des Verfassungsschutzes, wonach 92 Prozent der Linksextremisten noch zuhause wohnen. Wer keine Miete zahlt und auf Mamas PKW sowie die weiteren Vorzüge einer bürgerlichen Existenz zurückgreifen darf, hat dann freilich auch mehr Geld für nächtliche Sprühaktionen… Nur auf einen Türkeiurlaub sollte der schmächtige 2-Meter-Mann wohl in nächster Zeit verzichten, wenn er nicht Bekanntschaft mit seinem Genossen Deniz Yücel machen möchte.

Quelle: DortmundEcho

Bild: Symbolbild

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