Ein denkwürdiger Erlebnisbericht von einem Vatertag während des Corona-Wahnsinns

Der diesjährige Feiertag „Christi Himmelfahrt“, der in Deutschland auch als Vater- bzw. Herrentag mit feuchtfröhlichen Bollerwagentouren begangen wird, begann für uns zunächst einmal vielversprechend: Bollerwagen gekauft, zwei Kisten Bier rein, ein Baustellenradio, und ab geht die Post. Mit sieben Männern (davon immerhin zwei Väter) machten wir uns auf den Weg, zunächst von Dortmund-Bövinghausen aus durchs Dellwiger Bachtal, vorbei am Haus Dellwig und ein Stück durch Marten. Die sieben Mann verteilten sich auf drei Zweiergruppen, der siebte zog den Bollerwagen – also alles brav nach den Vorgaben der Corona-Diktatur.

Überall begegneten uns freundliche Gesichter, man wünschte uns viel Spaß und guten Durst, ein Jogger unterbrach sogar seine Trainingseinheit, um mit uns zusammen ein Bier zu trinken. Am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich den Revierpark Wischlingen, aus dem Baustellenradio kam fröhliche Schlagermusik in ziviler Lautstärke, was ebenfalls viele Besucher des mit Menschen prallgefüllten Revierparks erfreute.

Bei der Sandbank am Revierparksee machten wir ein paar Minuten Rast. Als wir gerade wieder aufbrechen wollten, trauten wir unseren Augen kaum: Nicht weniger als fünf Streifenwagen kamen angesaust (zum Schluss waren es sogar sieben an der Zahl). Die Polizisten gingen sofort sehr forsch auf uns zu und drängten uns zurück Richtung See. Angesichts der Tatsache, dass der ganze Revierpark übervoll mit Menschen war (insbesondere auf den Spielplätzen knubbelten sich Dutzende Kinder mit ihren Eltern ohne jeglichen Abstand), aber die Polizisten ausgerechnet auf uns zugestürmt kamen, war allen Beteiligten sofort klar, dass wieder mal an den Rechten ein Exempel statuiert werden soll. – Wer weiß, vielleicht war es ja die am Bollerwagen angebrachte Fahne, die den Unmut irgendeines linken Spießbürgers erregt hatte und der deshalb die Polizei rief?

Einer aus unserer Gruppe bot sich an, mit den Polizisten ein Gespräch zu führen, wofür er eigens sogar seinen Mundschutz aufsetzte. Er fragte die Beamten mehrmals, worin denn nun genau das Problem bestünde. Doch die Polizisten waren nicht gekommen, um mit uns zu reden und die Angelegenheit einvernehmlich zu lösen, sondern um Befehle zu befolgen. In der grundsätzlich aggressiven Stimmung der Gruppe von Polizisten taten sich nun zwei Personen besonders hervor, die unseren Wanderkameraden zu Boden brachten, gewaltsam fixierten und in ein Polizeiauto schleiften. Unser Kamerad, der überhaupt nicht wusste, wie ihm auf einmal geschah, machte sich lautstark bemerkbar und rief mehrmals „Was machen Sie hier?“, was schließlich mehrere Dutzend Revierparkbesucher auf die Szenerie aufmerksam machte. Auf unsere ausdrückliche Bitte hin fingen einige Besucher an, die Situation mit der Handykamera festzuhalten, was vielleicht Schlimmeres verhindern konnte.

Nach einigen Wortgefechten bekam der Rest aus unserer Gruppe schließlich Platzverweise für den Revierpark ausgesprochen. Erst aus den Ruhr Nachrichten erfuhren wir später, dass gegen uns Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnungen geschrieben worden sein sollen. Lustigerweise erfand die Polizei gegenüber den Ruhr Nachrichten sogar noch einen weiteren Platzverweis, den wir angeblich außerhalb des Revierparks bekommen hätten. – Wie abstrus muss der „Kampf gegen Rechts“ bei der Dortmunder Polizei mittlerweile ausgeufert sein, dass dort sogar Platzverweise erfunden werden, um sich gegenüber den Lokalmedien zu profilieren?

Nun wird die ganze Angelegenheit natürlich ein Nachspiel haben. Unser festgenommener Kamerad hat sich die ihm von der Polizei zugefügten Verletzungen bereits ärztlich attestieren lassen und bereitet entsprechende straf- und verwaltungsrechtliche Schritte gegen die beteiligten Polizisten vor. Sollten wir tatsächlich irgendwelche Bußgeldbescheide wegen angeblichen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnungen bekommen, werden wir selbstverständlich Beschwerde einlegen.

Den Feierlichkeiten zum Vatertag konnten die Polizeischikanen übrigens keinen Abbruch tun – und auch unser zeitweise festgesetzter Wanderkamerad stieß nach einigen Stunden im Polizeigewahrsam wieder zu uns, sodass wir den Abend in fröhlicher Runde ausklingen lassen konnten.

Die Rechte/KV Dortmund/Dortmund  Echo.

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