Bis zu 110 Arbeitsplätze im Dortmunder Hafenviertel stehen auf der Kippe: Wie die „Ruhr Nachrichten“ aktuell berichten, droht dem Dortmunder Unternehmen Interfer Stahl, das zur Essener Unternehmergruppe Knauf Interfer gehört, das Aus. Der Beschluß hierzu soll bereits am 23. Juni 2016 gefaßt worden sein und wartet momentan offenbar auf seine Umsetzung. Unklar ist demnach momentan, wie lange der Betrieb an der Bülowstraße noch aufrechterhalten wird – ebenso unklar scheint das Schicksal der 110 Mitarbeiter, deren Fortbeschäftigung „im Einzelfall“ geprüft würde, was wenig Hoffnung für die Angestellten verspricht. Ursächlich für die Standortschließung sind zwei Faktoren, von denen einer eine hohe, politische Sprengkraft hat.

Ukraine-Krise und Rußlandembargo als Grund für Schließung

Demnach sei, neben einer regionalen Überversorgung im Raum Dortmund, vor allem der Handel mit Land- und Baumaschinen durch die Ukraine-Krise sowie durch das Handelsembargo gegen Rußland eingebrochen – die Schließung ist damit untrennbar mit der imperialistischen, antirussischen Stimmungsmache der westlichen Staaten verbunden, mit der versucht wird, ein außenpolitisches Feindbild zu projizieren, um von inneren Konflikten in den zusammenbrechenden Staaten Nordamerikas und Westeuropas abzulenken. Während die globalen Folgen dieser Politik, die jederzeit auch in Form von militärischen Auseinandersetzungen eskalieren kann, noch nicht absehbar sind, ist die Schließung von Interfer Stahl ein lokalpolitisches Beispiel, welches Mahnung sein sollte, bei der Ignoranz der selbstverliebten Politikeliten jedoch wahrscheinlich ausgeblendet wird.

Quelle: DortmundEcho

Bild: lichtkunst.73 / pixelio.de

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