Dortmunder PKS 2018 vorgestellt: Erfolgsmeldungen wider der Realität

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange (SPD) hat am Mittwoch (13. Februar 2019) die „Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)“ für das Jahr 2018 vorgestellt, welche den Bereich des Polizeipräsidiums Dortmund umfaßt. Demnach sank die Zahl der registrierten Straftaten auf 71.818, einen Tiefstand in den letzten 15 Jahren, im Jahr 2014 wurden noch etwa 94.000 Straftaten registriert. Was auf den ersten Blick nach einem großen Erfolg aussieht, ist aber kritisch zu hinterfragen: Ein geändertes Anzeigeverhalten, etwa bei „Alltagskriminalität“, deren Aufklärung wenig erfolgsversprechend ist, trägt zu solchen Zahlen ebenso bei, wie die Kontrollintensität, mit der etwa Drogendelikte verfolgt werden. Das subjektive Sicherheitsgefühl der Dortmunder hat sich zumindest in der letzten Zeit nicht wesentlich verbessert, eher im Gegenteil, die Stadtverwaltung bereitet aktuell sogar einen „Masterplan Sicherheit“ vor, um zumindest Aktionismus zu suggerieren.

Weniger Wohnungseinbrüche, mehr Sexualstraftaten

Erneut gesunken ist die Zahl der Wohnungseinbrüche, mit etwa 1800 Fällen werden jedoch dennoch täglich etwa 5 Einbrüche und Einbruchsversuche unternommen, nach wie vor ist die Aufklärungsquote in diesem Deliktbereich extrem gering. Ebenfalls abgenommen, jedoch nur leicht, hat die Zahl der Raubdelikte, im Dortmunder Stadtgebiet wurden 379 Vorfälle bezeichnet, ungefähr eine Raubstraftat pro Tag. Deutlich auf 789 Fälle (140 mehr, als im Vorjahr) sind jedoch die Sexualstraftaten gestiegen, auch die Zahl von Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte stieg auf 740 Fälle, es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, daß dies mit einem veränderten Anzeigeverhalten der Polizei zu tun hat, deren Beamte mitunter „kleinlicher“ geworden sind und auch geringfügige Straftaten im Bereich von Widerständen zur Anzeige bringen.

PKS 2018 wird erstmals nicht im Wortlaut veröffentlicht

Im Gegensatz zu den letzten Jahren ist die PKS 2018 für den Bereich des Polizeipräsidiums Dortmund nicht im Volltext veröffentlicht, sodaß eine Überprüfung der einzelnen Zahlen für die kritische Öffentlichkeit nicht möglich scheint. Auch eine Auflistung der ermittelten Täter nach Nationalitäten ist somit unmöglich, in der Vergangenheit war der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger überproportional hoch. Gut möglich, daß solche Angaben aus Gründen der politischen Korrektheit zurückgehalten werden. Weshalb die PKS 2018 erstmals nicht in vollständiger Länge veröffentlicht wird, ist bisher gänzlich unklar.

Quelle: DortmundEcho / DIE RECHTE – Kreisverband Dortmund

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