Dortmunder Landgericht verurteilt Sascha Krolzig zu 14 Monaten Haft

Der DIE RECHTE – Bundesvorsitzende Sascha Krolzig wurde am Donnerstag (4. Juni 2020) durch das Dortmunder Landgericht in einem Berufungsprozess zu einer Haftstrafe von insgesamt 14 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Verhandelt wurde unter massiven Corona-Schutzvorkehrungen (neben eingesetzten Trennwänden durften nur 5 Zuscahuer am Prozess teilnehmen) eine Rangelei in einer Kneipe, bei der Krolzig in erster Instanz zu einer hohen Strafe verurteilt wurde, maßgeblich dafür durfte der Rechten-Bonus gewesen sein. In der Berufung beschränkten sich Krolzig und ein weiterer Angeklagter auf die Strafhöhe und den Rechtsfolgenausspruch, bei dem selbst die Staatsanwaltschaft das erstinstanzliche Urteil als zu hoch ansah und eine Reduzierung forderte. In den Prozess floss auch das skandalöse Urteil des Landgerichts Bielefeld ein, wonach Krolzig eine sechsmonatige Haftstrafe absitzen soll, nachdem er sich negativ über einen Funktionär der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold geäußert haben soll, das Verfahren wurde als „Bielefelder Dissidenten-Prozess“ überregional bekannt. Das Gericht bildete aus den Strafen von erstinstanzlich 14 Monaten für die versuchte, gefährliche Körperverletzung, sowie 6 Monaten für die Bielefelder Meinungsäußerung, eine Gesamtstrafe von 14 Monaten, was eine Reduzierung des Strafmaßes um rund ein Drittel darstellt. Ob Krolzig tatsächlich 14 Monate ins Gefängnis muss, ist jedoch unklar, nach wie vor ist gegen die Bielefelder Verurteilung eine Verfassungsbeschwerde anhängig, deren Entscheidung noch aussteht. Durch das Dortmunder Urteil wird sich der bekannte Aktivist jedoch in den nächsten Monaten zu einer Haftstrafe stellen müssen – bereits zum zweiten Mal in seinem Leben, mit 16 Jahren wurde der gebürtige Hammer schon einmal wegen einer Meinungsäußerung zu einem Gefängnisaufenthalt verurteilt. Im freiesten Staat, den es je auf deutschem Boden gegeben hat, werden eben manche Meinungen mit Gesinnungshaft bestraft. Und wenn damit der Verleger eines nationalen Zweimonatsmagazins, der NS Heute, für einige Zeit aus dem Verkehr gezogen werden kann, ist das den Repressionsorganen gleich doppelt recht. Umso wichtiger ist es deshalb, Solidarität zu zeigen und Sascha Krolzig bei seinem drohenden Gefängnisaufenthalt zu unterstützen!

Die Rechte/KV Dortmund/Dortmund Echo.

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