Dortmund Urteil im Berufungsprozess: Freispruch für Sascha Krolzig, Strafreduzierung für Matthias Drewer

Ende Juli 2020 hatte vor dem Landgericht Dortmund der Berufungsprozess gegen die beiden Dortmunder Nationalisten Sascha Krolzig und Matthias Drewer begonnen, denen vorgeworfen wurde, zwei linksgerichtete Personen in Dorstfeld attackiert zu haben – Matthias Drewer befindet sich seitdem in Untersuchungshaft, Sascha Krolzig wurde vom Amtsgericht bereits freigesprochen. Nach dem langen, ersten Verhandlungstag folgten am zweiten Prozesstag (Mittwoch, 12. August 2020) vor allem rechtliche Erörterungen und die Plädoyers. Die Staatsanwaltschaft wollte offensichtlich hohe Verurteilungen um jeden Preis, obwohl die Beweislage im Fall von Sascha Krolzig klar erkennen ließ, dass er keine Beteiligung an einer Körperverletzung hatte und auch keine Beihilfe zur Bedrohung geleistet hat, wie die staatsanwaltschaftliche „Notlösung“ für eine Verurteilung formuliert wurde. Auch Matthias Drewer hatte in der Berufungsverhandlung bereits deutlich gemacht, dass er sich einem Angriff ausgesetzt gesehen hat und deshalb in Notwehr Pfefferspray einsetzte. Eine Auffassung, die das Gericht letztendlich zwar nicht vollständig teilte, die Strafe aber – unter Berücksichtigung einer weiteren Verurteilung – von zwei Jahren auf ein Jahr und acht Monate reduzierte. Sascha Krolzig wurde, wie in der ersten Instanz, klar freigesprochen.

Damit gibt es beim neuerlichen Kriminalisierungsversuch zumindest einen Teilerfolg, wenngleich es unverhältnismäßig und schockierend ist, dass der junge Nationalist Matthias Drewer für den Einsatz eines Pfeffersprays seit fast einem Jahr in Untersuchungshaft sitzt, währen in Dortmund ein afghanischer Vergewaltiger nach wenigen Tagen entlassen wird und erneut zuschlagen kann!

DIE RECHTE/KV Dortmund – Dortmund Echo. 

Leave a Reply

Your email address will not be published.