Pünktlich zu Beginn der Adventszeit gibt es in der Woolworth-Filiale an der Münsterstraße keine Weihnachtsdekoration mehr: Weil nur noch wenige Kunden in dem Multikulti-Ghetto christlich seien oder christliche Bräuche ausüben würden, sah die Einzelhandelskette keine Notwendigkeit mehr, überhaupt Weihnachtsartikel vorrätig zu halten – das vorhandene Sortiment wurde kurzfristig an andere Filialen in Dortmund aufgeteilt, wie der „Westdeutsche Rundfunk (WDR)“ zu berichten weiß. Angeblich seien die Verkaufszahlen für „Christbaumschmuck, Leuchten und Lebkuchen“ schlecht gewesen, begründet das Unternehmen auf Nachfrage seinen Rückzug aus dem Weihnachtsartikelgeschäft. Tatsächlich zeigt dieser Schritt jedoch in alarmierender Weise auf, daß in der Dortmunder Nordstadt traditionelle, mitteleuropäische Bräuche keinen Stellenwert mehr genießen: Etwa Dreiviertel der Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund, nur wenige sind christlich orientiert oder pflegen zumindest traditionelle Bräuche, etwa die Begehung des Weihnachts- oder Osterfestes.

Protestwelle auf Facebookseite des Unternehmens

Erfreulicherweise nehmen jedoch nicht alle (z.T. ehemaligen) Kunden die symbolische Absage an das Weihnachtsfest schweigend hin, auf der Facebookseite von Woolwirth entlädt sich aktuell ein neudeutscher „Shitstorm“, der mitunter Boykottaufrufe, sowie Ankündigungen, zukünftig Filialen der Kette, die ihren Sitz im übrigen im benachbarten Unna hat, zu meiden. Ob dieser Protest letztendlich zu einem Umdenken bei der Geschäftsführung führt, bleibt abzuwarten, ist aber nicht ausgeschlossen, denn eine Sparmaßnahme aus einer Filiale dürfte aus wirtschaftlicher Sicht kaum geeignet sein, Kundenrückgänge zu begründen, die sich mitunter spürbar auswirken können. Außer (und dann wäre es wirklich ein bewußter politischer Affront), der Rückzug aus dem Weihnachtsartikelgeschäft wäre eine politische – und keine wirtschaftliche – Entscheidung. Das wäre jedoch noch alarmierender.

Quelle: DortmundEcho

Bild: m. gade / pixelio.de

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