Die Nordstadt als „No-Go-Area“, ein Stadtteil, in dem die Normalbevölkerung nicht mehr vor Kriminellen geschützt werden kann und auch die Polizei häufig überfordert ist: Dieses – durchaus realitätsnahe – Szenario wird von zwei CDU-Landtagsabgeordneten aufgezeigt und unterstreicht damit die Kritik, welche gerade von der nationalen Opposition seit vielen Jahren vorgebracht wird.

Längst hat sich zwischen Hafen und Borsigplatz eine Parallelgesellschaft etabliert, die durch den Zuzug von Roma aus Südosteuropa noch einmal an Fahrt gewonnen hat. Neben einer hohen Armutsquote und Straßenzügen, die dem Verfall überlassen sind, spiegelt sich die Nordstadt vor allem durch eine hohe Kriminalitätsfrequenz wieder, auch Übergriffe größerer Menschengruppen gegen Polizisten sind längst keine Seltenheit mehr.

Trotz dieses Alarmsignals, welches ausgerechnet von zwei Abgeordneten der Regierungspartei CDU ausgestoßen wird, üben sich nicht nur Vertreter von Polizei und den übrigen Blockparteien, sondern auch eigene Parteigenossen in einer Relativierung der Nordstadt-Zustände. Erfreulicherweise kann sich jeder Dortmunder ein eigenes Bild machen, wenn er sich zu einem Spaziergang durch die Nordstadt aufmacht – vielleicht erlebt er sogar hautnah, wohin ein Abstecher in den Keuningpark, auf die Münsterstraße oder ins Schleswiger Viertel führen kann.

Auf die Polizei brauchen potentielle Opfer von Straftaten zumindest nur in geringem Maße hoffen, die Beamten sind mit der Zahl an Einsätzen überfordert und – abgesehen von symbolträchtigen Prestigeeinsätzen – im Alltag nur sporadisch anzutreffen. Ganz im Gegensatz zu denen, die sich in einer kriminellen Szene organisieren, um gewerbsmäßige Diebstähle und Raubüberfälle zu begehen oder dem Drogenhandel auf offener Straße nachzugehen.

Quelle: DortmundEcho

Bild: M.E. | pixelio.de

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