So haben sich die Berufsbetroffenen, die sich am Donnerstagvormittag (8. Dezember 2016) an der Kreuzung Buschstraße / Altenhennestraße in Huckarde eingefunden hatten, die Eröffnung „ihrer“ Anti-Rechts-Gedenktafel wahrlich nicht vorgestellt. Auf Beschluß der Bezirksvertretung Huckarde, sollte unterhalb des Straßenschildes „Altenhennestraße“ der Lebenslauf von Karl Altenhenne, ehemaliges Mitglied der SPD und bis zu seinem Tod im Jahr 1945 Mitglied der KPD, in Form einer Gedenktafel manifestiert werden. Die Aktion sollte ein „Zeichen gegen Rechts“ sein und wurde mit Steuergeldern finanziert. Letztendlich wurde die Enthüllung der Gedenktafel jedoch zu einem Schauspiel, welches die Rituale der Gutmenschen ad absurdum führte.

Nationalist schockt Genossen und nimmt Enthüllung selber vor

Nachdem sich etwa zehn Anhänger von CDU, SPD, Grünen und Linkspartei, fast ausnahmslos Mitglieder der Bezirksvertretung Huckarde, eingefunden hatten, um das Straßenschild feierlich zu enthüllen, herrschte zunächst Unklarheit, wer die „Enthüllung“ vornehmen sollte. Eingefunden hatten sich auch mehrere Nationalisten, darunter Michael Brück, u.a. ebenfalls Bezirksvertreter in Huckarde. Mit den Worten „Hiermit enthülle ich feierlich diese Steuergeldverschwendung“, führte er den Anwesenden vor Augen, was diese Tafel letztendlich ist.

Dortmund hat wahrlich andere Probleme, als jedem Namensgeber einer Straße eine eigene Gedenktafel zu widmen, zumal es sich um eine kaum befahrene Straße handelt. Ganz abgesehen davon, daß nur politisch korrekte Namensgeber beachtet werden, während heimatbewußten Persönlichkeiten die Namensrechte entzogen werden. Sichtlich schockiert, brauchten die anwesenden Gutmenschen einen kurzen Moment, um die Situation zu realisieren, in der sie quasi vorgeführt wurden, ehe ein wütender Schwall von Pöbeleien ausbrach, die allesamt in Richtung „Der Nazi kann die Tafel doch nicht einweihen“ abzielten.

Um die linke Welt wieder ins Reine zu bringen, wurde das „Verhüllungstuch“ schließlich erneut auf die Tafel geschoben und die stellvertretende Huckarder Bezirksbürgermeisterin Iris Enke-Entrich verkündete, als Vertreterin des Bürgermeisters zur Schilderöffnung „befugt“ zu sein. Unter den Blicken ihrer Genossen referierte Enke-Entrich kurz zum Lebenslauf Altenhennes (indem sie den Text der Gedenktafel vorlas) und fühlte sich anschließend veranlaßt, eine Gedenkminute abzuhalten, in der die Gutmenschen selbstredend unter sich blieben.


Glücklich mit „ihrem“ Schild: Etablierte Politiker der BV Huckarde

Die Gedenktafel-Enthüllung hat einmal mehr aufgezeigt, wie leicht die vermeintlich heile Welt der Berufsbetroffenen ins Wanken gerät, wenn ihre Rituale kreativer Kritik ausgesetzt sind. Für die Zukunft ist die Begleitung solcher einseitigen Gedenktafelenthüllungen, die sich in unserer Stadt in regelmäßigen Abständen wiederholen, sicherlich eine gute Idee!

Quelle: DortmundEcho

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