Dortmund: Fanbündnis kritisiert SPD-Polizeipräsidenten Lange

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange (SPD) kann keine nachhaltigen polizeilichen Erfolge im Kampf gegen die tatsächliche Kriminalität in unserer Stadt, beispielsweise in der Nordstadt oder im Rahmen der Einbruchsbekämpfung, vorweisen – stattdessen konzentriert sich seine Behörde auf medial hofierte Feindbilder, wahlweise „Rechtsextremisten“ oder vermeintlich „gewalttätige Fußballfans“, die mit einem immensen Kräfteaufwand schikaniert werden. Während der Umgang mit der „rechten Szene“, speziell der sogenannte Präsenzeinsatz in Dorstfeld, hinter vorgehaltener Hand längst nicht nur bei Nationalisten für Kritik sorgt, sondern kürzlich sogar von einem Richter des Amtsgerichts gerügt wurde, wird die Kritik hinsichtlich der Schikanierung mehrerer hundert Fußballfans aus Gelsenkirchen offen vorgetragen.

Am Rande des letzten Derbys, das am 25. November 2017 in Dortmund ausgetragen wurde, setzte die Polizei etwa 700 Schalker Fans, überwiegend aus der Ultra-Szene, fest, die sich nicht an die Anreiseempfehlung (!) der Polizei gehalten hatten, sondern einen selbstorganisierten Fanmarsch durchführen wollten. Das polizeiliche Vorgehen wurde sowohl vom Fanprojekt der Schalker selbst als auch vom Dortmunder Fanprojekt als überzogen bewertet, zumal keinerlei Gewalttätigkeiten ausgeübt worden sind und bei den Kontrollen nicht einmal Pyrotechnik aufgefunden worden war. Doch statt eigene Fehler – beispielsweise die völlig überzogenen Gefahreneinschätzungen – kritisch aufzuarbeiten, legt Dortmunds Polizeipräsident Lange nach und fordert lebenslange Stadionverbote für Fußballanhänger, die nicht dem empfohlenen Anreiseweg folgen. Gegen diese maßlosen Überreaktionen gibt es Widerstand.

Dortmunder Fanbündnis kritisiert Populismus bei Polizei

Das Bündnis „ProFans Dortmund“ richtet nach den jüngsten Vorfällen, bei denen seitens der Polizei auch gegen einen gänzlich friedlichen Derbymarsch Dortmunder Anhänger Stimmung gemacht wurde, scharfe Kritik an die Behörde. In einer Mitteilung, die auf der Internetseite „Faszination Fankurve“ veröffentlicht ist, wird der Polizei unter Gregor Lange billiger Populismus vorgeworfen, der dazu führt, daß jahrelang übliche Verhaltensweisen, beispielsweise friedliche Fanmärsche, schikaniert und behindert werden – obwohl in anderen Regionen seitens der Polizei sogar explizit darauf hingewirkt wird, eine gebündelte Anreise durchzuführen.

Parallelen zwischen Fußball- und Politikeinsätzen

Nicht erst das vergangene Derby verdeutlicht, daß es durchaus Parallelen zwischen den polizeilichen Einsatzkonzepten rund um Spiele der Borussia einerseits sowie Versammlungen und anderen Aktivitäten der Partei DIE RECHTE andererseits, gibt: In beiden Fällen werden überzogene Sicherheitseinschätzungen – wahlweise erstellt durch die „szenekundigen Beamten (SKBs)“ beim Fußball oder durch den „Staatsschutz“ im politischen Bereich – zur Grundlage umfangreicher Einschränkungen. Willkürliche Auflagen und eine Kultur des Vorschreibens, bei dem die Polizei (zumindest im Hinblick auf Versammlungen) ihren Kooperationspflichten nur selten nachkommt, runden das negative Bild ab. Während seitens der Partei DIE RECHTE jedoch regelmäßig der Rechtsweg zum Verwaltungsgericht bestritten wird, um polizeiliches Fehlverhalten zu ahnden und für die Zukunft wegweisende Beschlüsse zu erzielen, gibt sich die Fußballfanszene sowie ihr Unterstützerumfeld im Fanprojekt und anderen sozialen Einrichtungen bisher juristisch wehrlos. Sollte sich das ändern, dürften weitere Maßnahmen der Polizei Dortmund auf dem Prüfstand stehen.

Quelle: DortmundEcho / DIE RECHTE Dortmund

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