Keinen guten Tag hatte sich eine Linksextremistin am Dienstag (9. Mai 2017) gegen 19.30 Uhr in Dortmund-Dorstfeld ausgesucht: Die Dame spazierte die Arminiusstraße entlang und begann plötzlich, an mehreren Straßenmasten und auch an Privathäusern Aufkleber anzubringen. Als nationale Aktivisten auf den Vorgang aufmerksam wurden, fand die Stickeraktion nach vier verbreiteten Aufklebern ihr Ende und die Frau konnte der hinzugezogenen Polizei übergeben werden.

Zwar ist das Verkleben von Aufklebern in der Regel eine Ordnungswidrigkeit, jedoch prüft die Polizei dies bei Nationalisten ausführlich, beispielsweise durch die Sicherstellung von Aufklebern und sogar der Entnahme von Fingerabdrücken. Wenn Linksextremisten mit Aufklebern des „Bündnis Dortmund gegen Rechts (BDgR)“, der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN / BdA)“ oder der „Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ)“ auf frischer Tat erwischt werden, dauert die Kontrolle dagegen nur wenige Minuten, es werden oberflächliche Fotos gemacht und offenbar von vornherein festgestellt, daß es sich nur um eine Ordnungswidrigkeit handelt – für die gleichen Feststellungen bedarf es bei Nationalisten und „rechten“ Aufklebern langwierigen Ermittlungsverfahren. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt, aber erfreulicherweise eignet sich auch dieser Vorgang, die Ungleichbehandlung zu dokumentieren und bei zukünftigen, ähnlichen Fällen nachzuweisen.

Immerhin: Die Linksextremistin mußte anschließend ihre verklebten Aufkleber wieder entfernen und wirkte wenig begeistert, einen kleinen Teil zu einem sauberen Stadtteilbild beigetragen zu haben. Erfreulicherweise sorgen Nationalisten in Dortmund-Dorstfeld immer häufiger selbst für dieses saubere Bild, so gelang es in den vergangenen Wochen beispielsweise, mehrere linke Plakatabreißer bei Sachbeschädigungen festzusetzen, entsprechende Ermittlungsverfahren sind aktuell anhängig. Auch für volksfeindliche Stickerverkleber scheint der Stadtteil kein gutes Pflaster zu sein.

Quelle: DortmundEcho

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