Dortmund-Dorstfeld: Flugblattaktion für den Erhalt des Westbades

Der Kampf für den Erhalt des Dorstfelder Westbades am bisherigen Standort im Kortental geht in die heiße Phase: Der Verwaltungsvorstand um SPD-Oberbürgermeister Ullrich Sierau und seine Freunde aus dem übrigen Blockparteienkartell haben sich auf eine Verlegung nach Wischlingen festgelegt. Der Dorstfelder Bevölkerung entstehen dadurch nicht nur verkehrstechnische Nachteile, auch die Kostenfrage ist ungeklärt – das öffentliche Schwimmbad soll an den Revierpark angegliedert werden, sodaß sich die (bisher bezahlbaren) Preise in den nächsten Jahren schlagartig erhöhen dürften.

Obwohl ein Neubau am bisherigen Standort – entgegen den ständigen Beteuerungen der Blockparteien – durchaus realisierbar wäre, legte sich die Stadtführung von Beginn an auf einen Neubau in Wischlingen fest. Doch im Stadtteil gibt es massiven Widerstand, um bis zur Stadtratssitzung am 13. Juli 2017, bei welcher die Verlegung offiziell beschlossen werden soll, ein Umdenken zu erwirken. Am Sonntag (25. Juni 2017) verteilte DIE RECHTE zudem mehrere tausend Flugblätter im Stadtteil, um die Bevölkerung noch einmal für die heiße Phase zu mobilisieren.

Westbad-Schließung: Die Schuldigen beim Namen nennen!

Mit der Flugblattaktion mobilisiert DIE RECHTE sowohl zur Protestkundgebung zahlreicher Vereine, Bürgerinitiativen und Einzelpersonen, die am Dienstag (27. Juni 2017) um 18.00 Uhr vor dem Westbad stattfindet sowie zur Stadtratssitzung am 13. Juli 2017. Gleichzeitig werden jedoch Roß und Reiter benannt: Es ist kein Zufall, daß der Dorstfelder SPD-Ratsvertreter Hans-Peter Balzer von Anfang an einen Neubau in Wischlingen favorisierte – er ist zufälligerweise Mitglied im Aufsichtsrat des Revierparks. Bezeichnenderweise findet sich auf der Unterstützerliste der Kampagne für die Erhaltung des Westbades jedoch auch der Name des Dorstfelder CDU-Vorsitzenden Wilhelm Schulte-Coerne, dessen Partei im Verwaltungsvorstand bereits grünes Licht für eine Verlegung gegeben hat – wenn Schulte-Coerne konsequent wäre, müßte er sich öffentlich gegen seine Partei stellen, doch davon ist bisher wenig zu sehen. Und auch die Grünen versuchen sich einerseits auf der Seite der Bürger zu positionieren (der Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß beteiligte sich beispielsweise bisher an Protestaktionen gegen die Schließung), während die Parteiführung eine Schließung begrüßt. Ganz offen spricht sich der Ortsverband Huckarde für eine Verlegung nach Wischlingen aus, sodaß die Achse der Westbad-Gegner mit rot-schwarz-grün ein illustres Farbenspiel aufweist.

Sie sind es, die die vielen tausend Unterschriften Dorstfelder Bürger ebenso ignorieren wie die mehrheitliche Bürgermeinung im Dortmunder Westen. Die Aufgabe, gerade nationaler Kreise, muß deshalb sein, den Protest in Widerstand zu formen und die Schuldigen beim Namen zu nennen sowie ein Gesicht zu geben, damit der Bürger mindestens bei der nächsten Kommunalwahl im Jahr 2020, im Idealfall aber in seiner regelmäßigen politischen Betätigung weiß, bei wem er sich bedanken darf!


Werbeplakat für die Proteste gegen eine geplante Schließung

Quelle: DortmundEcho

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