Die „Deutsche Kommunistische Partei (DKP)“ hatte am Freitag (3. Januar 2017) erneut einen Informationsstand am Wilhelmplatz in Dortmund-Dorstfeld aufgebaut. Nachdem es in der Vergangenheit regelmäßig zu Gegenprotesten gekommen war und beim letzten Auflauf im September 2016 ein Passant die Standbetreiber mit Reizgas attackiert haben soll (das „DortmundEcho“ berichtete seinerzeit), hatten die DKP-Rentner für ihre Neuauflage eine Art „kommunistischen Sicherheitsdienst“ mitgebracht, der aus Kurden der PKK-nahen Gruppe „Dev-Genç“ bestand, die z.T. einheitlich mit roten Jacken gekleidet waren.

Diese Standbegleitung sorgte mit einer Attacke auf zwei rechte Anwohner für eine Eskalation des Infostandes, die einen größeren Polizeieinsatz zur Folge hatte. Im Nachgang des Vorfalls ist auch ein Video des Geschehens in Sozialen Netzwerken aufgetaucht, welches die Konfliktsituation zeigt.

Kurden verlieren bei Gegenprotest die Nerven und gehen auf Passanten los

Wie üblich, fanden sich bereits wenige Minuten, nachdem die DKP ihren Stand errichtet hatte, nationale Anwohner und Aktivisten ein, die ihre Ablehnung gegen die kommunistischen Umtriebe deutlichmachten. Als zwei Passanten das Dutzend versammelter Kommunisten auf die 100 Millionen Toten, die unter kommunistischer Herrschaft ermordet worden sind, ansprach, verloren mehrere Kurden die Nerven und gingen als größere Gruppe auf die Protestler los. Vor den Augen der Polizei kam es zu einem Angriffsversuch, der jedoch einerseits an den dazwischengehenden Beamten, andererseits aber auch an den Aktivisten selbst, die sich nicht einschüchtern ließen, scheiterte.

In einem Polizeibericht wird der Vorfall beschrieben: „Ersten Ermittlungen zufolge gingen zwei Dortmunder (23 und 27) gegen 12 Uhr am dortigen Infostand vorbei. Zwei andere Männer (22 aus Dortmund und 24 aus Hamburg), die sich im Bereich des Standes aufhielten, näherten sich den beiden und schlugen sie unvermittelt.“ Bezeichnenderweise verschweigt die Polizei, daß es sich bei den Aggressoren um Personal des DKP-Infostandes handelt, während bei der Reizgas-Attacke auf einen DKP-Standbetreiber im September 2017 selbstredend erwähnt wurde, daß es sich bei dem Opfer um einen Linken handelt und der Täter vermutlich Rechter sei. So bleibt dem aufmerksamen Leser – einmal mehr – der entlarvende Blick zwischen die Zeilen der politisch gesteuerten Polizeipresse.

Im Internet wurde kurz nach dem Vorfall von einer Facebook-Nutzerin, die selbst an der kurdischen Aktion beteiligt gewesen war, ein Video veröffentlicht:
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„Dev-Genç“ sucht die Konfrontation, Kommunisten kündigen neue Stände an

In großspurigen Tönen versuchten die kurdischen Kommunisten bereits vor Ort, Nationalisten erfolglos einzuschüchtern und kündigten Angriffe an. Am Abend veröffentlichte die Organisation auf ihrer Facebook-Seite zudem eine Erklärung, die sich wie ein „Bekennerschreiben“ liest und in der behauptet wird, man habe „mit Ohrfeigen gezeigt, wie Dev-Genç mit Faschisten umgeht“. Tatsächlich zeigt das veröffentlichte Video jedoch, daß die „Faschisten“ alles andere als eingeschüchtert reagierten und die kurdische Gruppierung in größerer Überzahl (erfolglos) versuchte, auf eine einzelne Person loszugehen. Die Stellungnahme der „Dev-Genç“ ist daher eine übertriebene Selbstdarstellung der Gruppe, welche die durchgehenden Nerven mehrere Angehöriger zu einer politischen Kriegserklärung stilisiert. „MIT FASCHISTEN REDET MAN NICHT, MAN SCHLÄGT ZU! NIEDER MIT DEM FASCHISMUS, ES LEBE UNSER WIDERSTAND!“, sind folgerichtig die letzten Worte der Kommunisten, die – um Eindruck schinden zu wollen – wohl mit festklemmender „Shift-Taste“ geschrieben worden sind. Statt sich an einem Freitagvormittag in den Vororten deutscher Großstädte herumzuschlagen, wäre den selbsternannten Revolutionären anzuraten, ihr „gelobtes Land“ Kurdistan doch auch dort zu verteidigen, statt aus der Ferne die rote Fahne mit dem Unrechtssymbol des Hammers und der Sichel zu schwingen.


Große Töne im Internet: Die Facebookseite der Kurden-Kommunisten

Wahrscheinlich dürfte der Exkurs nach Dorstfeld jedoch nicht der letzte Ausflug zum Wilhelmplatz gewesen sein, den die Mischtruppe aus DKP-Rentnern und jungen kurdischen PKK-Sympathisanten unternommen hat, für die kommenden Monate wurden weitere Aktivitäten angekündigt. Ob sich die DKP mit dem Angriffsversuch, der von ihrem Stand ausging und sogar videographisch festgehalten wurde, sowie dem Versuch, eine Drohkulisse aufzubauen, einen Gefallen getan hat, darf indes bezweifelt werden. Auch die kurdischen Kommunisten sollten wissen, daß ihr Handeln wohl nicht unbeachtet bleiben dürfte. Zwar wird getönt, daß „weder die Dortmunder Polizei, noch eure gesamte Partei oder eure Strafanzeigen euch vor Dev-Genç beschützen“ könnten, erstere hat jedoch bereits Ermittlungen gegen mindestens zwei Kommunisten eingeleitet und zweiterer, die angesprochene Partei DIE RECHTE, wird sicherlich auch die Aktivitäten kurdischer Kommunisten, die auf deutschem Boden nicht nur für die Unterstützung der ausländischen Terrororganisation PKK werben, sondern sich auch noch aktiv in innenpolitische Auseinandersetzung der BRD einmischen wollen, in den politischen Fokus nehmen.

Übrigens: Am Stand der DKP wurden auch politische Inhalte vermittelt. Angesprochen auf die Verbrechen des Kommunismus, entgegnete beispielsweise ein „DKP-Opi“ älteren Semesters, es sei kein Verbrechen, „Konterrevolutionäre“ zu erschießen. Auch sie (die DKP) würden konterrevolutionäre Elemente (und wer darunter fällt, bestimmt freilich das kommunistische Revolutionskomitee) beseitigen, wenn ihre Stunde gekommen sei. Immerhin, dem Mann kann niemand vorwerfen, er würde um den heißen Brei reden. Aber es hinterläßt doch schon einen bedenklichen Eindruck, wenn eine der größten Seuchen, die nicht nur in der russischen Revolution, sondern vor allem in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, Europa befallen hat und alleine dort dutzenden Millionen Menschen das Leben kostete, als Exekution von „Konterrevolutionären“ relativiert wird. Erfreulicherweise ist diese Haltung aber wohl auch ein Grund, weshalb die DKP und ihre Ideologie vom Aussterben bedroht sind, sodaß zum letzten Strohhalm, dem Import von ausländischen „Fachkräften für angewandten Kommunismus, Marxismus und Leninismus“, zurückgegriffen wird.

Quelle: DortmundEcho

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