Dorstfeld: Gutmenschen-Gedenken und Ursulas Geburtstag sorgen für Ausnahmezustand

Dorstfeld: Gutmenschen-Gedenken und Ursulas Geburtstag sorgen für Ausnahmezustand

Bereits am den Morgenstunden begann im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld ein Großeinsatz von Stadtverwaltung und später auch der Polizei: Traditionell treffen sich am 9. November Linke, Linksextremisten und sonstige Gutmenschen am jüdischen Mahnmal, um der Reichspogromnacht zu gedenken. Regelmäßig werden zu diesem Event auch ganze Schulklassen herangekarrt. Offenbar in der Annahme, an einem Freitagnachmittag nur wenige Schüler motivieren zu können, in ihrer Freizeit an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen, wurde der 9. kurzerhand auf den 8. November vorgezogen. Jener Tag, an dem Deutschlands bekannteste Dissidentin Ursula Haverbeck ihren 90. Geburtstag feiert, den sie hinter Kerkermauern verbringen muß – ihre Unterstützer aus Dorstfeld hatten deshalb dazu aufgerufen, ab 14 Uhr fröhlich auf sie anzustoßen und als Treffpunkt für das freudige Straßenfest den Wilhelmplatz ausgegeben.

Sichtschutz und riesige Banner auf Kosten des Steuerzahlers

Jährlich gibt es – teilweise mehr, teilweise weniger kreative – Begleitaktionen, um die einseitige Gedenkkultur zu hinterfragen. Nachdem in der Vergangenheit regelmäßig Aktivisten mit der Straßenbahn unmittelbar bis zum jüdischen Mahnmal anreisten, um dort mit Sprechchören und Fahnen, zumeist schwarz-weiß-rot oder die Flagge Palästinas, protestierten, wurde bereits im vergangenen Jahr der Straßenbahnverkehr für die Dauer der Gutmenschen-Veranstaltung eingestellt. In diesem Jahr blieb es jedoch nicht dabei: Auch der PKW-Verkehr im Dorstfelder Stadtzentrum wurde weiträumig umgeleitet, wie im Vorjahr ein Sichtschutzzaun errichtet, der Proteste abschirmen soll und zudem wurden 2018, als eine Art „Überraschung“, mit Hebebühnen an verschiedenen Stellen riesige Banner gegen Antisemitismus hochgefahren – alles natürlich auf Kosten des Steuerzahlers.


Für dieses Spektakel darf der Steuerzahler blechen…

Platzverweise gegen Ursulas Partyvolk

Während etwa 200 Gutmenschen, die aus ganz Dortmund herangekarrt wurden, an dem einseitigen Gedenken teilnahmen, versammelten sich auch Dorstfelder Unterstützer von Ursula Haverbeck am Wilhelmplatz – bedauerlicherweise wurden sie mit Platzverweisen belegt, sodaß die Feierlichkeiten räumlich verschoben werden mußten. Letztendlich wurde einige Meter weiter auf das Wohl von Ursula angestoßen und der Nachmittag zum fröhlichen Ausklang gebracht. Ganz störungsfrei blieb das Gutmenschen-Gedenken in diesem Jahr, trotz weiträumiger Polizeiabsperrungen, nicht: Offenbar verärgerte Anwohner zündeten mehrmals Feuerwerkskörper, um akustisch zu protestieren, außerdem wurde scheinbar eine Alarmanlage in der Nähe des Gedenkens angebracht, die nach einiger Zeit des „Piepens“ von städtischen Mitarbeitern entfernt wurde. Ob der Stadtteil Dorstfeld Jahr für Jahr mit einem überzogenen Schauspiel, das Stadtverwaltung und Polizei veranstalten, belästigt werden muß, ist zumindest fraglich. Ansonsten bleibt das Fazit für das Jahr 2018: „The same as usual“. Und: Die Fortsetzung folgt 2019.


Dortmund-Dorstfeld Partykiez? Robert R. ist nicht erfreut

Quelle: DortmundEcho / DIE RECHTE – Kreisverband Dortmund

Kommentar schreiben

Your email address will not be published.