Dorstfeld: Ermittlungen wegen Kindesmißbrauchs mit fragwürdiger Begründung eingestellt

Vier Monate lang war gegen einen 67-Jährigen Ex-Kriminalpolizisten ermittelt worden, dem vorgeworfen wurde, Mitte März 2019 ein 4-jähriges Nachbarskind mißbraucht zu haben. Der Fall sorgte im Stadtteil Dorstfeld für Schlagzeilen, u.a. durch das bewußte Verschweigen der schweren Anschuldigungen durch Presse und Polizei, diese Schweigespirale wurde jedoch durch die Partei DIE RECHTE, die eine öffentliche Versammlung durchführte, durchbrochen. Auch in der Folgezeit war es die nationale Oppositionspartei, die wiederholt auf die Ermittlungen hinwies und sich dagegen aussprach, das Thema stillschweigend „unter den Tisch zu kehren“.

Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Dortmund offensichtlich ihren anfänglichen Tatverdacht nicht weiter verfolgen wollen und die Ermittlungen eingestellt, wie die „Ruhr Nachrichten“ berichteten. Entgegen ersten Informationen, die aus Ermittlerkreisen seinerzeit an die Öffentlichkeit drangen, seien keine Spuren des Mannes an dem Kind gefunden worden. Außerdem – und das wirft Fragen auf – wäre die Aussage des 4-jährigen Mädchens, das offenbar sexuelle Handlungen beschrieben hat, nicht schlüssig und glaubwürdig. Unterschwellig wird suggeriert, das Mädchen wäre beeinflußt worden – wobei offenbleibt, wer dafür ein Motiv gehabt hätte, die betroffene Familie litt schwer unter den Ereignissen und ist zwischenzeitlich in einen anderen Stadtteil verzogen.

Es bleiben somit viele Fragezeichen, die sich bei einem transparenten Vorgehen von Polizei und Staatsanwaltschaft – und dazu zählen bei solch schwerwiegenden Straftaten, die im Raum stehen, ausführliche Pressemitteilungen bei Einleitung der Ermittlung und auch am Ende – vielleicht ausräumen lassen würden. Unklar ist im übrigen, ob die Familie des Mädchens Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens einlegt, der beauftragte Anwalt wollte sich diesbezüglich noch nicht äußern – womöglich könnten die Ermittlungen demnach auch wieder aufgenommen werden, wenn die Oberstaatsanwaltschaft zu einer anderen Auffassung kommt als ihre Dortmunder Kollegen.

Quelle: DortmundEcho / DIE RECHTE – Kreisverband Dortmund

Leave a Reply

Your email address will not be published.