Seit März 2016 betreiben Linksextremisten ein „Anarchistisches Zentrum (AZ)“ an der Scharnhorststraße (das „DortmundEcho“ berichtete), vermietet wird die Räumlichkeit von dem renommierten Immobilienunternehmen „Immobilien Schneider“, das sich für dieses Handeln starker Kritik ausgesetzt sah, letztendlich aber an einer Weitervermietung festhielt. Nach Protesten gegen die Eröffnung des Zentrums, welches als möglicher Ausgangspunkt für Straftaten und Übergriffe angesehen wurde, solidarisierten sich – neben den linken Parteien – nicht nur die örtliche CDU, sondern sogar der AfD-Bezirksvertreter des Dortmunder Nordens. Nachdem die Räumlichkeit einige Wochen aus dem Visier der Öffentlichkeit geriet und hinter ihren verschanzten Fenstern den Eindruck erweckte, ohnehin spärlich frequentiert zu sein, ist es am Samstagabend (27. August 2016) gegen 21.50 Uhr zu einem Angriff von Besuchern des „Black Pigeons“ auf Anwohner der Scharnhorststraße gekommen, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und spricht von einer „Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen.

Pfeffersprayattacke auf Anwohner, Ermittlungen wegen Körperverletzung

Nach Polizeiangaben solle Ausgangspunkt der Auseinandersetzung ein Flaschenwurf in Richtung eines Besuchers des linken Zentrums gewesen sein, welcher von dort, nach einer verbalen Auseinandersetzung, mit einem Pfeffersprayeinsatz gegen drei Anwohner, die sich vor einem benachbarten Kiosk befanden, beantwortet wurde. Deutlich anders wird die Situation von Zeugen geschildert, die davon berichten, daß – ohne erkennbaren Anlaß – aus einer Gruppe von fünf Linksextremisten heraus Pfefferspray gegen die zwei Männer und eine Frau, allesamt eher älteren Semesters, eingesetzt worden wäre. Zuvor sollen die Linksextremisten eine Veranstaltung im „Black Pigeon“, wie sich das AZ Dortmund selbst bezeichnet, besucht haben, die unter dem Titel „Die Geschichte des Anarchismus in Dortmund“ stand. Offenbar ermittelt die Polizei aktuell gegen sämtliche Beteiligte der Situation, deren Personalien aufgenommen wurden, sowohl gegen die Anwohner, als auch gegen die Linksextremisten, welche – wie dem Polizeibericht zu entnehmen ist – selbst nach offizieller Schilderung ohne rechtfertigenden Anlaß Passanten mit Pfefferspray angriffen.

“Black Pigeon“ ruft zu Schußwaffeneinsatz gegen „Rechte“ auf

Die Betreiber des „Black Pigeon“ selbst bemühen sich offenbar um Schadensbegrenzung und sprechen von einem „Naziangriff“, der sich auf Besucher des AZ ereignet hätte. Gleichzeitig wird in einem weiteren Beitrag zu weiteren Aktionen gegen „Rechts“ aufgerufen und ein Lied eingeblendet, in dem es u.a. (aus dem Englischen Übersetzt) heißt gib dem Faschisten einen Pistolenschuß“ und „kommt, erschießt die Faschisten – eine eindeutige Positionierung der „Black Pigeon“-Betreiber, die damit offen zu schwersten Gewalttaten bzw. Tötungsdelikten aufrufen und damit die Eskalationsspirale weiter vorantreiben.


Auf der Facebook-Seite des „Black Pigeons“ wird zu politischen Hinrichtungen aufgerufen

Immobilien Schneider muß endlich handeln!

Nicht nur der gewalttätige Zwischenfall vor dem Ladenlokal in der Scharnhorststraße 50, sondern auch der eindeutige Aufruf zum Erschießen politischer Gegner, sind nicht tolerierbar und bedürfen, neben einer politischen Antwort, auch eine Reaktion des Vermieters: Wenn „Immobilien Schneider“ dem Treiben weiter tatenlos zusieht und sich nicht eindeutig positioniert, muß sich das Unternehmen gefallen lassen, durch das Tolerieren dieser Zustände zumindest indirekte Unterstützung zu leisten – eine fristlose Kündigung, sowie die Ankündigung, rechtliche Schritte gegen die Betreiber des „AZ Dortmund“, das offenbar ein Hort von Gewalttätern darstellt, die von Hinrichtungen aller „Faschisten“ (und jenen, die sie dafür halten) träumen, wären ein klares Zeichen, daß es Grenzen gibt, welche durch das „Black Pigeon“ überschritten worden sind. Bisher schweigen die Verantwortlichen des Immobilienunternehmens jedoch und positionieren sich somit als Teil des Problems, statt endlich eine Lösung voranzutreiben und in der Scharnhorststraße aufzuräumen, wo sich offenbar gerade eine neue Generation der Baaders, Meinhofs und Ensslins radikalisiert.

Ergänzung 28. August 2016, 15.30 Uhr:
Mittlerweile berichten auch die „Ruhr Nachrichten“ über den Vorfall am „Black Pigeon“ und schaffen es, den Vorfall – selbst die polizeiliche Pressemitteilung als Quelle nehmend – völlig zu entfremden. Autor Peter Bandermann verharmlost das „Anarchistische Zentrum“ zunächst als „Buchladen“, spricht von „Flaschenwürfen“, obwohl selbst in der Polizeimeldung lediglich von einer Flasche die Rede ist und behauptet, die angeblich Angegriffenen hätten sich mit Reizgas gewehrt – tatsächlich schreibt die Polizei jedoch selbst, daß es zuvor weitere Wortgefechte gegeben hätte, in deren Folge Pfefferspray eingesetzt wurde, was eine Notwehrlage wohl ausschließen dürfte, denn gemäß der Polizeimeldung bestand zum Zeitpunkt des Pfeffersprayangriffs keine Gefahr für die Besucher des „Black Pigeons“. Solche Details bleiben den Lesern des Qualitätsmediums „Ruhr Nachrichten“ aber selbstredend vorenthalten. Auch über den angekündigten Schußwaffeneinsatz der Anarchisten wird kein Wort verloren.

Quelle: DortmundEcho

Bild: Arno Bachert | pixelio.de

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