Angeblich positiver Trend: Das Märchen von der sinkenden Arbeitslosenquote

Fast schon fröhlich, vermeldet der Lokalsender „Radio 91.2“, daß im Mai 2018 die Arbeitslosenquote in Dortmund auf rund 10,2 Prozent gesunken wäre – in Zahlen bedeutet dies einen Rückgang von etwa 2.100 Arbeitslosen, nunmehr soll es gut 32.000 Arbeitslose in der Westfalenmetropole geben. Ähnliche, positive Meldungen sind bereits seit vielen Jahren zu lesen, doch die Situation in unserer Stadt ändert sich kaum. Und das hat einen einfachen Grund: Nicht etwa der Arbeitsmarkt ist im Aufwind und mehr Menschen gelingt der Übergang in Arbeitsverhältnisse, sondern die Statistiken der Arbeitsagenturen werden mit einfachsten Mitteln bereinigt. Plötzlich verschwinden etwa „Kunden“ des Jobcenters, die sich in Maßnahmen oder 1,50-Euro-Jobs befinden aus den Statistiken, ebenso Geringverdiener, deren Einkommen nicht ausreicht und die – trotz Arbeit – weiterhin auf staatliche Zuschüsse angewiesen sind.

Deutlich aussagekräftiger sind andere Zahlen: Jeder 6. Dortmunder ist auf staatliche Leistungen angewiesen, von Arbeitslosengeld 1 und 2 über Zuschüsse zu regulären Arbeitsverhältnissen, bis hin zum Sozialgeld, das sich insbesondere in der Generation 65+ einer stetig steigenden „Nachfrage“ (Stichwort „Altersarmut“) erfreut. Solche Zahlen finden aber in der medialen Hurra-Propaganda keine Resonanz, denn die Realität in einer Stadt, die sich nicht zuletzt durch das starke Süd-Nord-Gefälle gespalten hat, wäre deutlich unangenehmer, als die monatliche Meldung über angeblich sinkende Arbeitslosenzahlen.

Quelle: DortmundEcho / DIE RECHTE – Kreisverband Dortmund

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