Am 11. Februar 1925 starben beim größten Grubenunglück der Dortmunder Stadtgeschichte 136 Bergleute. Traditionell erinnern Nationalisten im nördlichen Stadtteil Eving, wo sich das Unglück auf der Zeche „Minister Stein“ ereignete, an diesen schwarzen Tag der Stadtgeschichte und rufen damit ein Ereignis in Erinnerung, was – von seltenen Ausnahmen abgesehen – ansonsten außerhalb des Stadtteils in Vergessenheit geraten ist. Viele Evinger Familien haben selbst den Verlust von Vorfahren zu beklagen, bis heute ist das Unglück im Bewußtsein des Stadtteils, gerade bei älteren Menschen.

Erinnerung an Ehrenmalen im Ortskern und am Nordfriedhof

Knapp ein Dutzend Nationalisten fanden sich deshalb am 92. Jahrestag des Grubenunglücks ein, um zunächst am Bergmannsehrenmal auf dem „Evinger Platz“, unweit der Straßenbahnhaltestelle „Zeche Minister Stein“ eine Gedenkminute abzuhalten. Anschließend erfolgte ein gemeinsamer Besuch des Nordfriedhofes, wo sich ein großes, leider häufig übersehenes, Denkmal für die Toten des Grubenunglücks befindet. Dort wurde eine Ansprache gehalten, bei der ein ehemaliger Bergarbeiter über die Hintergründe des tragischen Vorfalls informierte und die Epoche von Kohle und Stahl, die das Ruhrgebiet nachhaltig geprägt hat, gegenwärtig machte. Anschließend wurde auch an diesem Denkmal eine stille Andacht durchgeführt.


Unvergessen: Die 136 Toten des Evinger Grubenunglücks

Es sind die kleinen Funken, welche die Flamme der Erinnerung an die nachfolgenden Generationen weitergeben – dazu gehört es auch, seine Heimat zu kennen und sich mit ihrer Geschichte zu identifizieren. Leider hat die offizielle Geschichtsschreibung wenig Platz für solche herausragenden Ereignisse und stürzt sich stattdessen fast ausnahmslos auf zwölf Jahre deutscher Geschichte, während andere Inhalte häufig aus den Lehrplänen der Schulen verdrängt werden. Ein trauriger Zustand, der symptomatisch für die heutige Zeit ist.

Quelle: DortmundEcho

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