Seit Wochen diskutiert Dortmund über einen – laut Geburtsurkunde – zwölfjährigen Jungen mit dem Namen Youssoufa Moukoko, der mittlerweile bereits in der U17-Mannschaft von Borussia Dortmund spielt und auch in der Nationalelf der Bundesrepublik erste Erfolge zu verbuchen hat. Während sich Gutmenschen und andere Menschen, denen ein kritischer Blick auf zeitgeschichtliche Vorgänge fehlt, an den fußballerischen Leistungen des „Jahrhunderttalents“ erfreuen, wird immer wieder Zweifel am Alter des Jungen geäußert, hinter dem einige bereits einen Mann vermuten, der rund fünf Jahre älter sein könnte.

Angeheizt werden diese Spekulationen nicht nur von der gut entwickelten Körperstatur Moukokos, sondern auch von der Haltung seines Vaters, einen Alterstest zu verweigern. Während den Fußballvereinen die Hände gebunden sind, das Alter zu ermitteln, berichteten verschiedene Medien unlängst, daß Moukoko eine Freundin haben soll, beide lernten sich bei ihrer gemeinsamen Zeit beim FC St. Pauli kennen, Milena G. spielt dort aktuell in der U21-Auswahl. Was die Medien nicht kommentieren: Eine Beziehung zwischen einem 12-jährigen Jungen und einer 18-jährigen Frau ist eben nicht normal, sondern vom Gesetzgeber unter Strafe gestellt, sobald sexuelle Handlungen zwischen den beiden Personen erfolgen, das Strafmaß reicht – theoretisch – bis zu zehn Jahren, wobei in der Praxis für solche Beziehungen geringere Strafen verhängt werden. Aus diesem Grund haben mehrere Aktivisten der Partei DIE RECHTE mittlerweile Strafanzeige wegen des Verdachts des sexuellen Mißbrauchs von Kindern nach § 176 StGB erstattet.

Verdachtsmomente für Straftat müssen aufgeklärt werden

Ob es zwischen beiden Personen bereits zu sexuellen Handlungen gekommen ist, kann freilich nur spekuliert werden, Bilder, die in diversen Zeitungsartikeln kursieren, belegen jedoch, daß es sich vermutlich um mehr als eine „platonische Liebe“ handeln könnte. Einer der Anzeigenerstatter, DIE RECHTE-Ratsmitglied Michael Brück, sieht durchaus einen Anfangsverdacht gegeben und hat deshalb die Staatsanwaltschaft aufgefordert, Nachforschungen anzustellen: „Wenn ein 40-jähriger Mann eine Beziehung zu einem 12-jährigen Mädchen unterhält, würde die Staatsanwaltschaft von sich selbst aus aktiv werden. Rechtlich ist eine Beziehung von einer 18-Jährigen mit einem 12-Jährigen, zumindest soll der Junge so alt sein und dieses Alter ist bisher nicht widerlegt, identisch zu behandeln. Ich wundere mich deshalb, wieso niemand bisher auf die Idee gekommen ist, Ermittlungen zu fordern oder diese selbst einzuleiten. Sexuelle Verhältnisse von Personen über 18 Jahren sind mit Personen unter 14 Jahren zu jedem Zeitpunkt strafbar, egal, in welcher Konstellation. Deshalb bin ich gespannt, wie die Staatsanwaltschaft reagieren wird, denn der Fall bringt durchaus auch gesellschaftliche Sprengkraft mit sich: Entweder ist Moukoko tatsächlich 12 Jahre, was zum aktuellen Zeitpunkt durch seine Geburtsurkunde als gegeben gilt, dann ist jeder sexuelle Kontakt eine Straftat oder er ist deutlich älter, dann wäre nicht nur die Geschichte vom ‘Wunderkind’ vorbei, es würde wohl auch eine Debatte über die Glaubwürdigkeit von Geburtsurkunden entfachen, die nicht von der Bundesrepublik selbst ausgestellt worden sind. Der Ball liegt jetzt bei der Staatsanwaltschaft Dortmund, die darüber zu entscheiden hat, ob Ermittlungen aufgenommen werden!“ Neben der Staatsanwaltschaft Dortmund, soll nach Informationen des „DortmundEchos“ auch eine Strafanzeige beim Landeskriminalamt in Hamburg eingereicht worden sein, dem mutmaßlichen Wohnort von Moukokos Freundin.

Quelle: DortmundEcho

Bild: Kurt Michel / pixelio.de

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